Die KI-Offensive von Big Tech gerät unter Druck: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wollen mehrere institutionelle Investoren von Amazon, Microsoft und Google (Alphabet) vor den anstehenden Hauptversammlungen mehr Transparenz bezüglich der Wasserverbrauchs- und Einsparmaßnahmen im Kontext der KI-Rechenzentren.
Amazon-Aktie: US-Gemeinden laufen Sturm gegen neue Rechenzentren
Hintergrund ist der massive Energie- und Ressourcenverbrauch durch die Ausweitung der Data-Center-Kapazitäten. Laut Reuters haben die drei Tech‑Konzerne zuletzt mehrfach milliardenschwere Projekte gestoppt oder verschoben, nachdem Gemeinden in den USA wegen hoher Wasserentnahmen, Strombedarf und möglicher Umweltfolgen protestiert hatten.
Nun fordern Aktionäre deutlich mehr Transparenz darüber, wie die Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsziele mit dem rasant steigenden Energiehunger der KI‑Ära vereinbaren wollen.
Besonders aktiv ist Trillium Asset Management, das Alphabet eine Aktionärsresolution vorgelegt hat. Die Investoren kritisieren, dass Google trotz des Ziels, bis 2030 vollständig auf CO2‑freie Energie umzusteigen, seine Emissionen seit 2020 um 51 Prozent gesteigert hat.
Auch bei Meta, Microsoft und Amazon bemängeln Investoren unvollständige oder uneinheitliche Angaben zum Wasserverbrauch ihrer Rechenzentren. Allein nordamerikanische Standorte verbrauchten 2025 laut Mordor Intelligence fast eine Billion Liter Wasser – so viel wie der Jahresbedarf von New York City.
Amazon-Aktie: Big Tech soll Kommunikation verbessern
Die Forderung der Investoren ist klar: Standortgenaue Daten, nachvollziehbare Reduktionsstrategien und ein offener Umgang mit Risiken für lokale Gemeinden. Die Data Center Coalition, ein Branchenverband, räumt ein, dass die Unternehmen ihre Kommunikation mit Anwohnern und Behörden deutlich verbessern müssen, um Akzeptanz für neue KI‑Infrastruktur zu sichern.
Denn letztendlich kann der KI-Boom in den USA nur dann langfristig weitergehen, wenn diese Bedenken möglichst zweifelsfrei ausgeräumt sind.
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