Amazon-Aktie: Es geht es endlich los!

Amazon erreicht mit 394 Satelliten die Betriebsbereitschaft für Leo und tritt gegen Starlink an.

Auf einen Blick:
  • Fast 400 Satelliten im Orbit
  • Dienststart für Polarregionen geplant
  • Angriff auf Starlink-Marktführerschaft
  • Kombination mit AWS als Trumpf

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters steht Amazon kurz vor dem Start seines eigenen Satelliteninternets. Nach dem jüngsten Raketenstart verfügt der Konzern über fast 400 Satelliten im Erdorbit und will den Dienst Amazon Leo noch in diesem Jahr für erste Kunden freischalten. Damit beginnt der lang erwartete Angriff auf den Marktführer Starlink von SpaceX.

Amazon-Aktie: Weitere Satelliten im Orbit

Den entscheidenden Meilenstein erreichte Amazon mit dem Start von 29 weiteren Satelliten an Bord einer Atlas-V-Rakete der United Launch Alliance. Insgesamt befinden sich nun 394 Satelliten im All. Nach Angaben des Unternehmens reicht diese Zahl aus, um den Betrieb in ersten Regionen aufzunehmen. Zunächst soll das Angebot in höheren Breitengraden rund um die Polarregionen verfügbar sein und mit jedem weiteren Satellitenstart schrittweise ausgeweitet werden. Langfristig plant Amazon ein Netzwerk aus mehr als 3.200 Satelliten für eine weltweite Internetversorgung.

Allerdings verläuft der Ausbau nicht ohne Herausforderungen. Verzögerungen bei mehreren Raketenprogrammen bremsen den Zeitplan. Dennoch hat Amazon bereits mehr als 100 Raketenstarts bei verschiedenen Anbietern gebucht, um das Satellitennetz möglichst schnell auszubauen. Gleichzeitig entwickelt der Konzern unterschiedliche Empfangsgeräte für Privatkunden, Unternehmen und Behörden.

Amazon-Aktie: Satelliteninternet wird zum Milliardenmarkt

Mit Amazon Leo steigt der Konzern in einen Markt ein, der in den kommenden Jahren stark wachsen dürfte. Satelliteninternet ermöglicht schnelle Internetverbindungen auch in Regionen ohne Glasfaser- oder Mobilfunknetz. Neben Privatkunden zählen Unternehmen, Fluggesellschaften, Schiffe und staatliche Behörden zu den wichtigsten Zielgruppen.

Für Investoren ist Amazon Leo ein weiteres Beispiel dafür, wie der Konzern neue Geschäftsfelder erschließt. Zwar dominiert derzeit Starlink mit rund 10.000 Satelliten den Markt, doch Amazon verfügt mit AWS, seinem Cloud-Geschäft, bereits über enge Beziehungen zu vielen Unternehmenskunden. Gelingt es, Satelliteninternet mit Cloud-Diensten zu kombinieren, könnte daraus langfristig ein attraktives zusätzliches Wachstumsfeld entstehen.

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