Amazon treibt den Ausbau seiner Cloud-Sparte Amazon Web Services mit neuen Initiativen und Technologieangeboten voran. Gestern kündigte das Unternehmen den Golden Age of Science Accelerator an. Im Rahmen dieses Programms sagte der Konzern bis zu 50 Millionen $ an AWS-Cloud-Guthaben über einen Zeitraum von drei Jahren zu. Die Mittel sollen die Ausweitung der Genesis Mission des Weißen Hauses unterstützen.
Der Schritt zielt darauf ab, spezialisierte Rechenressourcen für wissenschaftliche Großprojekte bereitzustellen. Für Amazon bedeutet die Zusage eine engere Anbindung an öffentlich geförderte Forschungsvorhaben im Technologiesektor.
Kooperation mit Nvidia und Softwareerweiterung
Bereits am Mittwoch stellte der Cloud-Anbieter die sogenannte AWS Physical AI Toolchain vor. Diese Lösung zur Entwicklung und Bereitstellung von Anwendungen ist direkt in den Physical AI Stack von NVIDIA integriert. Amazon erweitert damit das technische Angebot im Bereich der physischen künstlichen Intelligenz, die vor allem in Robotik und industriellen Automatisierungsprozessen zum Einsatz kommt.
Durch die Verzahnung mit den Systemen des Chipherstellers richtet sich AWS gezielt an Entwickler, die komplexe KI-Modelle auf reale Umgebungen und Hardware anwenden.
Milliardenzusagen an Rechenzentrumsstandorten
Parallel zu den Softwareangeboten investiert das Unternehmen in das Umfeld seiner physischen Infrastruktur. Am 2. Oktober sagte AWS mehr als 1 Milliarde $ über eine Dauer von fünf Jahren für US-Gemeinden zu, die Rechenzentren des Konzerns beherbergen. Die Gelder fließen in Bildungsprojekte, berufliche Weiterbildung, bezahlbare Energie sowie Maßnahmen zur Wasser- und Energieeinsparung.
Gleichzeitig erklärte AWS, bei Verhandlungen mit Regierungs- und Kommunalbehörden über Rechenzentrumsprojekte künftig auf Vertraulichkeitsvereinbarungen zu verzichten. Die Maßnahme soll Vorbehalte bei Genehmigungsverfahren abbauen und Genehmigungsprozesse für neue Serverstandorte erleichtern.
Kurs erholt sich nach schwächerem Vortag
Am gestrigen Donnerstag war der Titel im US-Handel noch unter Druck geraten. Medienberichten zufolge verlor das Papier 2,25 Prozent, da Technologieaktien im Umfeld von Schwankungen bei Anleiherenditen und Ölpreisen breite Abgaben verzeichneten.
Am heutigen Freitag stabilisiert sich die Notierung. Der Kurs liegt bei 228,50 €, was einem Tagesplus von 0,8% entspricht. Vom bisherigen 52-Wochen-Hoch trennt die Aktie damit ein Abstand von 8,2%.
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