Amazon Web Services sammelt weiter Verträge ein. Diesmal ist es Recursive, ein KI-Unternehmen, das sich für eine mehrjährige Cloud-Vereinbarung mit AWS entschieden hat. Volumen: 410 Mio. USD. Nicht schlecht für einen einzelnen Deal.
Was steckt dahinter?
Im Rahmen des Vertrags wird Recursive seine automatisierte KI-Infrastruktur auf der AWS-Plattform betreiben. Das ist genau das Geschäft, das Amazon in den nächsten Jahren weiter wachsen sehen will. Jedes KI-Unternehmen, das sich langfristig an AWS bindet, ist ein Argument gegen die Konkurrenz von Microsoft Azure und Google Cloud. Und 410 Mio. USD über mehrere Jahre sind kein Kleingeld, auch nicht für einen Konzern mit einer Marktkapitalisierung von gut 2.175 Mrd. USD.
Die Aktie läuft nicht rund
Trotzdem hat die Amazon-Aktie zuletzt nicht so recht gezündet. Auf Sicht von 30 Tagen liegt sie rund 3,3 Prozent im Minus, auf Sicht von sieben Tagen nochmals knapp 1,2 Prozent tiefer. Auf Jahressicht steht immerhin ein Plus von 4,8 Prozent. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 165,88 bis 238 Euro, was zeigt, wie viel Luft nach oben theoretisch vorhanden ist. Und nach unten.
Der nächste Earnings-Termin ist der 27. Oktober 2026. Bis dahin werden solche Meldungen wie der Recursive-Deal das Bild prägen. AWS bleibt der eigentliche Gewinnmotor des Konzerns. Solange der läuft, hat die Aktie ein Fundament. Ob das reicht, um die Kursschwäche der letzten Wochen zu drehen, ist eine andere Frage.
Kein Selbstläufer
410 Mio. USD klingen groß. Im Kontext von AWS, das zuletzt Quartalsumsätze im zweistelligen Milliardenbereich auswies, ist es ein Baustein, kein Wendepunkt. Aber Bausteine stapeln sich. Und Recursive ist wohl nicht der letzte.
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