Amazon-Aktie: AWS als Türöffner für Cerebras-IPO!

AWS bietet als erster Cloud-Anbieter Zugang zu Cerebras' KI-Chip-Technologie. Der KI-Spezialist meldet starkes Umsatzwachstum und schwarze Zahlen vor seinem erneuten IPO-Versuch.

Auf einen Blick:
  • AWS ist erster großer Cloud-Anbieter mit Cerebras-Lösung
  • Cerebras erzielte 2025 einen Umsatz von 510 Millionen Dollar
  • Partnerschaft kombiniert AWS Trainium-Server mit Cerebras CS-3-Systemen
  • Cerebras-IPO soll an der Nasdaq unter dem Kürzel CBRS erfolgen

Amazon Web Services hat sich einen bemerkenswert frühen Platz in einer Geschichte gesichert, die gerade erst anfängt. Denn als Cerebras, der KI-Chiphersteller mit dem riesigen Wafer-Scale-Engine-Prozessor, nun erneut seinen Börsengang bei der SEC einreichte, stand AWS schon längst als Partner fest. Nicht irgendein Partner, sondern der erste große Cloud-Anbieter überhaupt, der Cerebras‘ disaggregierte Inferenzlösung anbietet.

Das ist kein Zufall. AWS kombiniert dabei eigene Trainium-Server mit Cerebras CS-3-Systemen und Elastic Fabric Adapter Networking. Wer also über den AWS Marketplace auf Cerebras-Kapazitäten zugreifen will, kann das jetzt. Amazon hat sich damit einen Fuß in die Tür gestellt, bevor der Hype richtig losgeht.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

Cerebras‘ Umsatz kletterte 2025 um 76 Prozent auf 510 Millionen Dollar. Nach einem Nettoverlust von 481,6 Millionen Dollar im Jahr 2024 schrieb das Unternehmen 2025 plötzlich schwarze Zahlen, mit einem Nettogewinn von 237,8 Millionen Dollar. Dazu kommt ein 20-Milliarden-Dollar-Deal mit OpenAI über drei Jahre, plus rund eine Milliarde Dollar von OpenAI für den Aufbau von Rechenzentren.

Für Amazon geht es hier nicht um direkte Umsatzbeteiligung an Cerebras. Vielmehr sichert sich AWS Zugang zu einer Infrastruktur, die laut Cerebras 58 Mal größer ist als Nvidias B200-Chip und eine 2.625-fach höhere Speicherbandbreite bietet. Ob diese Zahlen im Alltag so dramatisch wirken wie auf dem Papier, wird sich zeigen. Aber als Marketingargument für AWS-Kunden taugt das schon.

Nicht ganz ohne Vorgeschichte

Cerebras hatte seinen ersten IPO-Versuch im September 2024 gestartet, dann aber im Oktober 2025 wieder zurückgezogen. Hintergrund war eine Bundesprüfung der Verbindungen zum Abu Dhabi KI-Unternehmen G42. Inzwischen ist G42 weder als Handelspartner noch als Minderheitsinvestor gelistet. Der Weg zur Nasdaq scheint jetzt frei, Morgan Stanley, Citigroup, Barclays und UBS führen das Konsortium an.

Für Amazon ist das Timing gut. AWS positioniert sich als erster Anlaufpunkt für Cerebras-Kapazitäten in der Cloud, genau dann, wenn das Unternehmen durch den IPO in aller Munde sein wird. Das nennt man wohl einen guten Deal, auch wenn man selbst nicht an die Börse geht.

Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 20. April liefert die Antwort:

Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)