Paradigmenwechsel bei Amazon: Laut einem Bericht von CNBC öffnet der E-Commerce-Gigant sein Logistiknetzwerk erstmals umfassend für andere Unternehmen und positioniert sich damit direkt gegen etablierte Player wie UPS und FedEx.
Amazon-Aktie: Konzern bietet Logistik-Dienst – P&G und 3M an Bord
Das neue Angebot „Amazon Supply Chain Services“ ermöglicht Firmen aus Branchen wie Handel, Industrie oder Gesundheitswesen, Amazons komplette Infrastruktur für Transport, Lagerung und Lieferung zu nutzen – von Rohstoffen bis zum fertigen Produkt. Damit erschließt Amazon einen zusätzlichen Wachstumspfad für sein E‑Commerce‑Geschäft, denn das Netzwerk hat bislang vor allem den eigenen Handel und Millionen unabhängiger Marketplace‑Verkäufer getragen.
Der Konzern bringt dafür eine gewaltige Infrastruktur ein: mehr als 100 Frachtflugzeuge sowie ein dichtes Netz aus Warenlagern und Sortierzentren, das schnelle Lieferzeiten und hohe Skalierbarkeit ermöglicht. Unternehmen können Amazons Dienste kanalübergreifend nutzen – für ihre eigenen Webshops, Social‑Media‑Verkäufe oder stationäre Geschäfte. Zu den ersten Kunden gehören bereits Procter & Gamble, 3M und American Eagle Outfitters, was zeigt, dass Amazon gezielt große Marken anzieht.
Amazon-Aktie: Ähnliche Strategie wie bei AWS
Strategisch folgt der Schritt dem Muster von AWS: Auch die Cloud‑Sparte entstand ursprünglich aus Amazons internem Bedarf und entwickelte sich später zum globalen Marktführer. Nun versucht Amazon, dieses Erfolgsmodell auf die Logistik zu übertragen – in einem Markt, der seit Jahrzehnten von wenigen großen Anbietern dominiert wird.
Die zuletzt ohnehin strauchelnden Aktien von UPS und FedEx mussten nach Bekanntgabe der Amazon-Maßnahme Anfang der Woche Verluste hinnehmen.
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