Amazon macht in Asien Tempo. Der Konzern will bis 2039 mehr als 33 Milliarden Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur in Südostasien stecken. Im Zentrum stehen Indonesien, Malaysia, Singapur und Thailand.
Milliarden für die Region
Der Ausbau ist kein kleines Pilotprojekt. Amazon Web Services baut die bestehende Infrastruktur in vier der dynamischsten digitalen Märkte der Region weiter aus. In Singapur läuft eine AWS-Region bereits seit 2010.
Die Investitionen sollen nach Schätzungen mehr als 64 Milliarden Dollar zum Bruttoinlandsprodukt der beteiligten Länder beitragen. Außerdem könnte die Lieferkette der Rechenzentren jährlich über 56.300 Vollzeitstellen stützen. Derweil bleibt die Philippinen außen vor, obwohl das Land digital stark wächst.
Amazon setzt damit auf eine einfache Logik: Wer die KI-Rechenleistung stellt, kontrolliert einen zentralen Teil der Wertschöpfung. Genau dort will der Konzern sich breiter verankern.
AWS bleibt der Treiber
Der regionale Vorstoß passt zur globalen Investitionsoffensive. Amazon liegt derzeit auf Kurs für rund 200 Milliarden Dollar an Investitionen im laufenden Jahr. Das ist ein Rekordwert im Technologiesektor.
Der Großteil fließt in Rechenzentren und in den Ausbau des AWS-Computernetzes. Amazon spricht bei der Nachfrage nach generativer KI von einem „once-in-a-lifetime“-Schub. Entscheidend ist dabei nicht nur die Kapazität, sondern auch die Auslastung.
AWS meldete zuletzt einen Auftragsbestand von 364 Milliarden Dollar. Dazu kommt eine Partnerschaft mit Anthropic im Umfang von mehr als 100 Milliarden Dollar. Auch die eigenen KI-Chips Trainium und Inferentia wachsen dreistellig, weil Kunden günstigere Alternativen zu Standardchips suchen.
Die Börse schaut auf den Ertrag
An der Börse sorgt der hohe Kapitaleinsatz für eine bekannte Debatte. Kurzfristig belastet er den freien Cashflow. Langfristig soll er Marktanteile sichern.
Wells Fargo hob das Kursziel zuletzt auf 312 Dollar an. Die Bank sieht AWS weiter im Zentrum der Cloud-Monetarisierung. Die Aktie notiert aktuell bei 232,00 Euro, seit Jahresbeginn liegt sie 20,01 Prozent im Plus. Mit 234,10 Euro hat sie erst am 6. Mai ein neues Hoch markiert.
Parallel dazu baut Amazon auch die Konsumentenseite aus. Mit „Alexa Podcasts“ und dem Premium-Abo „Alexa+“ testet der Konzern neue Wege, KI direkt zu Geld zu machen. Für den Kurs bleibt damit vor allem relevant, ob Amazon die hohen Investitionen in spürbar mehr Wachstum und bessere Margen übersetzen kann.
Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 25. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
