Amazon baut seine Marktstellung an zwei Fronten radikal aus. Der Konzern investiert gigantische Summen in künstliche Intelligenz und feiert parallel dazu neue Erfolge im Streaming-Geschäft. Anleger blicken nun gespannt auf die kommenden Quartalszahlen.
Streaming-Rekorde stärken Prime-Modell
Prime Video glänzt mit 68 Nominierungen für die Emmy Awards. Das ist ein Rekordwert für die hauseigenen Studios. Diese Erfolge stärken den Wert der Prime-Mitgliedschaften nachhaltig. Das ist wichtig im harten Wettbewerb mit Anbietern wie Netflix.
Die Nominierungen verteilen sich auf 16 verschiedene Titel. Besonders erfolgreich schnitt die Serie „Spider-Noir“ mit Hauptdarsteller Nicolas Cage ab. Sie erhielt elf Nennungen. Die Videospiel-Adaption „Fallout“ folgt mit zehn weiteren Nominierungen.
Massive Investitionen in Rechenzentren
Morgan Stanley erwartet massiv steigende Ausgaben für die technische Infrastruktur. Analyst Brian Nowak sieht die jährlichen Investitionen bis 2028 auf 318 Milliarden Dollar steigen. Amazon benötigt dieses Kapital für den Bau neuer Rechenzentren. Nur so kann der Konzern den Hunger nach KI-Rechenleistung stillen.
Der Konzern nimmt dafür 25 Milliarden Dollar frisches Kapital über den Anleihenmarkt auf. Die Nachfrage nach Rechenpower ist ungebrochen. Der operative Cashflow bietet ein stabiles Polster. Er lag zuletzt bei knapp 150 Milliarden Dollar innerhalb eines Jahres.
Weltweites Internet aus dem All
Das Satelliten-Netzwerk „Leo“ wächst derweil stetig. Mittlerweile befinden sich 394 Satelliten im Erdorbit. Noch in diesem Jahr will Amazon erste Internetdienste anbieten. Damit tritt der Konzern in direkte Konkurrenz zu bestehenden Satelliten-Providern.
Im Logistikbereich bereitet sich das Management auf das Weihnachtsgeschäft vor. Ab Mitte Oktober steigen die Gebühren für Händler im Schnitt um 0,32 Euro pro Einheit. Die Aktie notiert aktuell bei 217,00 Euro. Das entspricht einem Plus von rund 12 Prozent seit Januar. Ende Juli veröffentlicht Amazon den neuen Quartalsbericht.
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