Amazon stemmt sich gegen die allgemeine Marktträgheit. Während die Zinspolitik der US-Notenbank Fed viele Technologiewerte belastet, richtet der Konzern den Blick weit nach vorn. Die langfristige Strategie der Cloud-Sparte AWS rückt dabei in das Zentrum der Aufmerksamkeit.
Angriff auf die Quanten-Zukunft
AWS-Manager Peter DeSantis plant den technologischen Durchbruch. Er leitet seit Ende 2025 die Bereiche KI und Quantencomputing. In fünf bis sieben Jahren sollen die ersten kommerziell nutzbaren Quantenrechner bereitstehen.
Amazon nutzt dafür den hauseigenen „Ocelot“-Chip. Diese Technologie soll Hardware-Fehler korrigieren. Zusammen mit dem Partner QuEra peilt der Konzern bis 2028 ein System mit 256 logischen Qubits an. Das Ziel: Komplexe Simulationen in der Chemie und Materialwissenschaft lösen.
Zinsangst bremst den Kurs
Aktuell notiert das Papier bei 207,90 Euro. Das entspricht einem Plus von 0,58 Prozent zum Vortag. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie damit rund 7,5 Prozent im Plus.
Der Markt reagiert damit auf die jüngste Volatilität. Die US-Notenbank Fed signalisierte zuletzt weitere Zinserhöhungen für dieses Jahr. Das belastet Wachstumswerte traditionell stark. Technisch notiert Amazon derzeit unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 220,28 Euro.
ESG-Politik unter Beobachtung
Neben der Technik steht die gesellschaftliche Wahrnehmung auf dem Prüfstand. Ein Bericht der Human Rights Campaign zeigt eine sinkende Unterstützung durch LGBTQ+-Konsumenten. Grund sind Anpassungen bei den internen Richtlinien für Diversität und Inklusion.
Institutionelle Investoren bleiben der Aktie derweil treu. Sie setzen auf die Stärke der Kernbereiche Einzelhandel, Cloud-Infrastruktur und Werbung.
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