Amazons AWS-Cloud-Kapazitäten sind nach Aussage von CEO Andy Jassy bis einschließlich 2027 weitgehend ausverkauft. Wie Reuters am Freitag berichtete, reichen erhebliche Abnahmezusagen bis 2028. Die Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz übersteigt demnach das Angebot.
Ausbau in Deutschland und Energieprojekt
Am Dienstag kündigte Amazon an, 2027 mehr als 16 Milliarden € in Deutschland investieren zu wollen. Darin enthalten sind 4,8 Milliarden € für den Ausbau der AWS-Region Frankfurt.
Auch bei der Energieversorgung verfolgt Amazon ein neues Projekt: Am 19. Oktober vereinbarte das Unternehmen mit American Electric Power und X-energy, ein geplantes Kernkraftprojekt in Indiana zu prüfen. Vorgesehen sind kleine modulare Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 960 Megawatt.
Nach Unternehmensangaben wird Amazon die Entwicklung finanzieren. Sollte das Projekt umgesetzt werden, beabsichtigt das Unternehmen, Strom auf Grundlage eines langfristigen Vertrags abzunehmen.
Für Entwickler stellte Amazon am 19. Oktober außerdem TorchNeuron vor. Mit dem kostenlosen, quelloffenen Werkzeug lässt sich laut Reuters PyTorch-Code auf Amazon-Trainium-Chips ausführen. Dafür genügt eine Änderung der Konfiguration; der Code muss nicht neu geschrieben werden.
Höheres Kursziel vor den Quartalszahlen
Morgan Stanley hob das Kursziel für Amazon am 19. Oktober Medienberichten zufolge von 335 $ auf 350 $ an. Das Analysehaus bestätigte die Einstufung „Übergewichten“ und zählte Amazon zu seinen bevorzugten Aktien.
Am Donnerstag, dem 29. Oktober, will Amazon nach Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 veröffentlichen. Medienberichten zufolge ist die anschließende Telefonkonferenz zu den Ergebnissen für 14 Uhr pazifischer Zeit angesetzt.
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