Altria Group Aktie: on!-Beutel legen bei Auslieferungen zu

Symbolbild, KI-generiert

Altria erhöht die Quartalsausschüttung; Gewinnprognose und Wachstum bei Nikotinbeuteln stehen rückläufigen Zigarettenvolumina gegenüber.

Auf einen Blick:
  • Quartalsdividende auf 1,11 US-Dollar angehoben
  • Jahresgewinn je Aktie von 5,56 bis 5,72 US-Dollar erwartet
  • Marlboro-Marktanteil um 1,4 Prozentpunkte gesunken
  • Auslieferungen der on!-Beutel um 17,6 Prozent gestiegen

Im Vorfeld der nächsten Quartalszahlen rückt die finanzielle Tragfähigkeit des US-Tabakkonzerns Altria Group in den Mittelpunkt. Während die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt auf über fünf Prozent kletterten und damit den Druck auf defensive Dividendentitel erhöhten, hält das Unternehmen an seiner Ausschüttungspolitik fest.

Am Donnerstag schloss die Aktie an den europäischen Handelsplätzen bei 59,58 Euro, womit das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von 21 Prozent verzeichnet.

Auszahlungstermin und Deckung der Dividende

Für Anleger steht am 9. Oktober die Auszahlung der jüngst angehobenen Quartalsdividende an. Der Konzern hatte die Ausschüttung von 1,06 auf 1,11 US-Dollar je Aktie heraufgesetzt, was auf das Jahr hochgerechnet 4,44 US-Dollar entspricht.

Altria verfolgt das Ziel, die Dividende jährlich im mittleren einstelligen Prozentbereich zu steigern.

Die Deckung dieser Kapitalrückführungen stützt sich auf die operative Gewinnentwicklung. Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management einen bereinigten Gewinn je Aktie in einer Spanne von 5,56 bis 5,72 US-Dollar in Aussicht. Damit bliebe die Dividende aus dem laufenden Ergebnis bedient.

Bereits im ersten Quartal 2026 lag das bereinigte Ergebnis je Aktie mit 1,32 US-Dollar über den Markterwartungen, während für das laufende Aktienrückkaufprogramm zum Ende dieses Auftaktviertels noch ein Restvolumen von 720 Millionen US-Dollar verblieb.

Rückläufige Zigarettenvolumina und rauchfreie Sparte

Trotz der stabilen Cashflows steht das traditionelle Kerngeschäft unter fortlaufendem Mengendruck. Im ersten Quartal 2026 sank das Zigarettenvolumen der gesamten Branche um fünf Prozent, nachdem es im Vorjahr 2025 bereits um zehn Prozent nachgegeben hatte.

Altrias Hauptmarke Marlboro kam im Einzelhandel auf einen Marktanteil von 39,7 Prozent, was einem Rückgang um 1,4 Prozentpunkte entspricht. Höhere Verkaufspreise kompensierten diesen Volumenschwund bisher: Das operative Ergebnis des Segments für rauchbare Tabakwaren stieg um 6,3 Prozent auf 2,68 Milliarden US-Dollar, bei einer operativen Marge von 65,1 Prozent.

Um die Abhängigkeit von herkömmlichen Verbrennungszigaretten zu verringern, forciert Altria das Portfolio an Alternativen. Bei den nikotinhaltigen on!-Beuteln legten die Auslieferungen um 17,6 Prozent zu, wenngleich der gemessene Marktanteil der Marke auf 13,4 Prozent nachgab.

Belastend wirken zudem Marktverzerrungen im Bereich der E-Zigaretten: Nach Branchenberechnungen machen illegale Einweg-Vapor-Produkte in den USA inzwischen mehr als 60 Prozent des Marktes aus, was die konzerneigenen Angebote wie NJOY und on! spürbar bremst.

Analystenstimmen vor dem 29. Oktober

Klarheit über den Geschäftsverlauf des dritten Quartals erhalten Investoren am 29. Oktober, wenn Altria den nächsten Quartalsbericht vorlegt. Mit einer Marktkapitalisierung von 101,86 Milliarden Euro wird der Wert derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 14 gehandelt, womit das Papier über dem globalen Branchenschnitt von knapp elf liegt.

Unter den Marktbeobachtern dominieren vorsichtig optimistische bis abwartende Haltungen. Die Analystenstimmen verzeichnen aktuell acht Halte- und vier Kaufempfehlungen mit einem durchschnittlichen Kursziel von 70 US-Dollar. Neben dem anhaltenden Regulierungsdruck im US-Markt behalten Marktteilnehmer auch die bilanzielle Struktur im Blick, bei der das Eigenkapital zuletzt bei minus 3,2 Milliarden US-Dollar lag.

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