Alstom-Aktie: Schlechter als erwartet, schlechter als versprochen!

Der französische Zughersteller Alstom hat seine mittelfristigen Gewinn- und Cashflow-Ziele gestrichen, was zu einem massiven Kursverfall führte.

Auf einen Blick:
  • Alstom-Aktie bricht um 26 Prozent ein, schlechtester Tag seit Oktober 2023
  • Dreijährige Free-Cashflow-Prognose von 1,5 Milliarden Euro ersatzlos gestrichen
  • EBIT-Marge für 2026 bei 6 Prozent, Free Cashflow fällt auf 330 Millionen Euro
  • Jefferies sieht zunehmend engen Spielraum für die Franzosen

Es war Donnerstagabend, als Alstom die Bombe warf. Der französische Zugbauer zog seine mittelfristigen Ziele zurück, darunter die dreijährige kumulative Free-Cashflow-Prognose von 1,5 Milliarden Euro sowie das Ziel einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 8 und 10 Prozent bis zum Geschäftsjahr 2027. Am Freitag folgte dann der Kurseinbruch: Die Alstom-Aktie sackte um 26,71 Prozent auf 16,63 Euro, der schlechteste Handelstag seit Oktober 2023.

CEO Martin Sion sagte, die Profitabilität im abgelaufenen Geschäftsjahr per Ende März sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Einige große Schienenfahrzeugprojekte hätten sich langsamer entwickelt als geplant und würden die Margen und den Cashflow kurzfristig belasten. Das klingt nach Projektmanagement-Problemen, die man eigentlich früher hätte sehen müssen.

Alstom SA Aktie Chart

Die nackten Zahlen sind wenig schmeichelhaft

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Alstom nun eine bereinigte EBIT-Marge von 6 Prozent, nach 6,4 Prozent im Vorjahr. Der Free Cashflow soll auf 330 Millionen Euro fallen, von zuvor 502 Millionen Euro. Immerhin: Die Auftragseingänge stiegen organisch um 42 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro, der Umsatz wuchs organisch um 7 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro. Doch starke Auftragsbücher nützen wenig, wenn die Abwicklung hakt.

Sion kündigte „sofortige Maßnahmen zur Stabilisierung der Performance“ an, begleitet von tiefergehenden operativen Veränderungen. Was genau das bedeutet, bleibt vorerst offen. Die vollständigen Jahreszahlen sollen am 13. Mai veröffentlicht werden.

Jefferies sieht kaum noch Puffer

Lucas Ferhani von Jefferies traut der Bilanz zu, den schwächeren Cashflow kurzfristig zu verkraften. Doch er macht keinen Hehl daraus, dass der Spielraum für Fehler immer kleiner wird. Der Fortschritt beim Free Cashflow sei der entscheidende Faktor für die Investmentstory, schreibt er in seiner Notiz an Kunden. Das ist eine freundliche Umschreibung dafür, dass noch ein Rückschlag dieser Art wohl zu viel wäre.

Alstom hat Züge, die langsamer fahren als geplant, und eine Aktie, die das am Freitag mit voller Geschwindigkeit gespürt hat.

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