Alphabet-Aktie: Jetzt wird’s ernst!

Nach Microsofts Enttäuschung stehen Alphabet und Amazons Quartalsberichte an.

Auf einen Blick:
  • Microsoft-Aktie brach nach enttäuschenden Cloud-Zahlen ein
  • Alphabet und Amazon müssen in der kommenden Woche liefern
  • S&P 500 Unternehmen sollen Gewinne um 15 Prozent steigern
  • Über 74 Prozent der bisherigen Quartalszahlen übertraschten positiv

Die kommende Woche wird zur Bewährungsprobe für die Tech-Giganten. Nachdem Microsoft mit seinen Cloud-Zahlen enttäuschte und die Aktie unter Druck geriet, richten sich alle Blicke auf Alphabet und Amazon. Beide Konzerne investieren Milliarden in KI-Infrastruktur. Jetzt müssen sie zeigen, dass sich diese massiven Ausgaben auch auszahlen.

Der S&P 500 steht trotz des Microsoft-Rückschlags noch immer rund 2 Prozent im Plus für das Jahr. Die 7.000-Punkte-Marke wurde erstmals überschritten, bevor die Kurse wieder nachgaben. Von den bisher gemeldeten 133 S&P 500 Unternehmen übertrafen 74,4 Prozent die Erwartungen. Das liegt leicht unter der Quote der vergangenen Quartale von 78 Prozent.

Rund ein Viertel des S&P 500 legt in den kommenden Tagen Zahlen vor. Neben Alphabet und Amazon berichten auch Eli Lilly, AMD und Walt Disney. Die Messlatte liegt hoch. Analysten erwarten für 2026 ein Gewinnwachstum von 15 Prozent bei den S&P 500 Konzernen insgesamt.

Die KI-Rechnung muss aufgehen

Meta Platforms zeigte diese Woche, wie es gehen kann. Starke Umsatzzahlen ließen die Aktie steigen, obwohl auch Meta massiv in KI investiert. Microsoft dagegen enttäuschte mit dem Cloud-Geschäft, und die Anleger straften die Aktie sofort ab. Die Botschaft ist klar: Wachstum allein reicht nicht mehr. Es muss das erwartete Wachstum sein.

Für Alphabet und Amazon bedeutet das enormen Druck. Beide gehören zu den sogenannten Hyperscalern, die ihre Rechenzentren für KI-Anwendungen ausbauen. Die Investitionen laufen auf Hochtouren. Sid Vaidya von TD Wealth bestätigt, dass die Kapitalausgaben für KI-Infrastruktur nicht nachlassen werden. Die Frage ist nur, ob die Märkte das honorieren oder bestrafen.

Hinzu kommt der US-Arbeitsmarktbericht am 6. Februar. Nach der Fed-Zinspause diese Woche schauen Investoren genau auf die Jobzahlen. Erwartet werden 70.000 neue Stellen für Januar. Der Markt preist aktuell keine Zinssenkung vor Juni ein. Sollten die Arbeitsmarktdaten schwächer ausfallen, könnte sich das schnell ändern. Die nächste Woche wird zeigen, ob die Rally Bestand hat oder ob die hohen Bewertungen zur Belastung werden.

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