Alphabet-Aktie: Google sucht Kühlung in China!

Alphabet-Tochter Google führt Gespräche mit chinesischen Herstellern über Flüssigkühlung für KI-Rechenzentren, trotz geopolitischer Spannungen. Der Markt wächst rasant.

Auf einen Blick:
  • Google-Team aus Taiwan trifft sich mit Envicool und anderen chinesischen Anbietern
  • Markt für Flüssigkeitskühlung könnte bis 2026 auf über 17 Milliarden Dollar wachsen
  • Chinesische Zulieferer profitieren von starker Inlandsnachfrage und Kostenvorteilen
  • Engpässe betreffen nicht nur Chips, sondern auch nachgelagerte Komponenten

Die Alphabet-Tochter Google führt Gespräche mit dem chinesischen Unternehmen Envicool und weiteren Herstellern über den Kauf von Flüssigkeitskühlsystemen für Rechenzentren. Ein Beschaffungsteam aus den Taiwan-Operationen von Google hat sich im März mit Vertretern getroffen, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Reuters bestätigten. Die Reise verdeutlicht die angespannte Versorgungslage bei Komponenten für solche Systeme.

Flüssigkeitskühlsysteme lassen Wasser oder andere Flüssigkeiten um die Geräte zirkulieren und sind für KI-Rechenzentren unverzichtbar geworden. Die hochdichte Rechenleistung erzeugt deutlich mehr Wärme, als herkömmliche Luftkühlsysteme bewältigen können. Zwei der drei Quellen bestätigten ein Treffen mit Envicool, einem in Shenzhen ansässigen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 14 Milliarden Dollar. Mindestens ein weiteres Unternehmen steht ebenfalls auf der Besuchsliste.

Markt wächst rasant trotz geopolitischer Spannungen

Der globale Markt für Flüssigkeitskühlung in KI-Servern dürfte laut einem JPMorgan-Bericht von 8,9 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf über 17 Milliarden Dollar im Jahr 2026 ansteigen. Getrieben wird diese Entwicklung durch die Nachfrage von Nvidia und Cloud-Anbietern, die maßgeschneiderte KI-Chips einsetzen. Die Gespräche zwischen Google und chinesischen Zulieferern zeigen, welche Rolle chinesische Anbieter beim weltweiten Ausbau von Rechenzentren spielen – und das trotz der angespannten Beziehungen zwischen den USA und China.

Envicool präsentierte kürzlich auf einer Branchenveranstaltung eine Kühlmittelverteileinheit, die nach Google-Spezifikationen gebaut wurde. Goldman Sachs berichtet nach einem Analystengespräch von einer Pipeline potenzieller Aufträge von Google für Kühlsysteme der fünften Generation. Das Unternehmen verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres einen Umsatzanstieg von 40 Prozent und plant den Ausbau seiner Produktionskapazitäten in Guangdong sowie in Thailand und den USA.

Chinesische Zulieferer gewinnen an Bedeutung

Der Markt für Flüssigkeitskühlung ist stark fragmentiert, viele Anbieter liefern unterschiedliche Komponenten solcher Systeme. Chinesische Zulieferer haben in den vergangenen Jahren an Boden gewonnen. Sie profitieren von der starken Inlandsnachfrage durch zahlreiche Rechenzentrum-Projekte in China, was ihnen half, das Produktionsvolumen zu steigern und Kosten zu senken. Neben Envicool zählen Lingyi iTech, Feilong Auto Components und Server-Hersteller wie Lenovo zu den führenden Anbietern.

In Taiwan liefern Unternehmen wie Foxconn, Auras und Delta Asia wichtige Komponenten für Google in Asien. Weitere chinesische Zulieferer wie die Hersteller optischer Transceiver Innolight und Eoptolink profitieren ebenfalls vom KI-Boom. Chinesische Produzenten dominieren zudem den Markt für Leiterplatten, wobei Victory Giant Technology sowohl Nvidia als auch Google zu seinen Kunden zählt.

Die Entwicklung wirft Fragen zur Abhängigkeit westlicher Technologiekonzerne von chinesischen Zulieferern auf. Gleichzeitig lässt sich beobachten, dass Engpässe nicht nur fortschrittliche Chips betreffen, sondern zunehmend auch vermeintlich einfachere Komponenten. Anleger dürften genau verfolgen, wie sich diese Lieferketten-Dynamik auf die Wachstumspläne der großen Cloud-Anbieter auswirkt.

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