Alphabet-Aktie: Frisches Geld muss her!

Die Alphabet-Aktie verbucht am Dienstag mit einem Minus von 4% einen ungewöhnlich hohen Kursverlust. Was steckt dahinter?

Auf einen Blick:
  • Alphabet kündigt Kapitalerhöhung über 80 Mrd. USD an
  • 50% des Geldes kommen von Berkshire Hathaway und Banken
  • Geld wird für Rechenzentrum- und KI-Infrastruktur benötigt

Nachdem die Alphabet-Aktie bereits am vergangenen Freitag und am gestrigen Montag Kursverluste verbucht hat, geht es am Dienstag um fast vier Prozent mit dem Technologieriesen bergab. Was steckt hinter dem herben Kursverlust von Alphabet?

Eine gigantische Kapitalerhöhung

Der heutige Rückgang der Alphabet-Aktie auf eine historische und extrem kostspielige Ankündigung des Google-Mutterkonzerns zurückzuführen, die bei Anlegern für gemischte Gefühle sorgt: Alphabet hat heute Pläne für eine massive Aktienemission im Wert von 80 Milliarden US-Dollar angekündigt. Es handelt sich dabei um eine der größten Kapitalmaßnahmen einer börsennotierten Aktiengesellschaft in der Geschichte.

Wenn ein Unternehmen in diesem Umfang neue Aktien auf den Markt wirft, verwässert das den Anteil und den Gewinn pro Aktie für die bestehenden Aktionäre. Das drückt den Kurs kurzfristig fast immer nach unten.

10 Milliarden Dollar kommen von der Investmentholding Berkshire Hathaway. Weitere 30 Milliarden Dollar werden über Banken platziert, während die restlichen 40 Milliarden Dollar im Laufe des Jahres direkt über den Markt verkauft werden sollen.

Dafür wird das Geld benötigt

Das Management von Alphabet erklärte ganz offen, wofür diese astronomische Summe benötigt wird: Der Konzern muss seine weltweite Rechenzentrum- und KI-Infrastruktur drastisch ausbauen, da die Nachfrage nach Modellen wie Gemini das aktuelle Angebot komplett sprengt. Allein in diesem Jahr rechnet Alphabet mit Investitionsausgaben von bis zu 190 Milliarden Dollar.

Anleger treibt heute die fundamentale Sorge um, ob sich diese gigantischen Milliardensummen am Ende wirtschaftlich schnell genug auszahlen. An der Wall Street flammte heute die Debatte neu auf, ob wir uns in einer KI-Investitionsblase befinden, bei der die Tech-Riesen Unmengen an Cash verbrennen, ohne dass die Profitabilität im gleichen Maße Schritt hält.

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