Ritterschlag für die Google-Holding Alphabet: Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ist der Techkonzern am Montag in den Dow Jones Industrial Average aufgestiegen und hat dabei Verizon Communications im 30 Werte umfassenden Leitindex abgelöst.
Die Alphabet-Aktie legte am ersten Handelstag als Dow-Mitglied um rund vier Prozent zu. Der Dow überschritt am selben Tag erstmals die Marke von 52.000 Punkten.
Alphabet-Aktie: Breiteres Geschäftsmodell als Begründung
S&P Dow Jones Indices begründete den Schritt damit, dass Alphabets Geschäftsportfolio – von Werbung über Cloud-Infrastruktur, künstliche Intelligenz und Hardware bis hin zu autonomer Mobilität, Gesundheitstechnologie und Mediendistribution – das Unternehmen zu einem stärkeren Repräsentanten des Kommunikationsdienstleistungssektors mache als Verizon.
Die Aufnahme solle die Abdeckung des Dow in Bereichen wie künstlicher Intelligenz, Cloud Computing, Gesundheitstechnologie und digitaler Werbung verbreitern und stärken.
Da der Dow ein preisgewichteter Index ist, machte Verizon aufgrund seines niedrigeren Aktienkurses bislang nur rund einen halben Prozentpunkt des Index aus. Die Aufnahme in den Dow ist für Alphabet dabei eher symbolischer Natur, da die Aktie bereits im S&P 500 und im Nasdaq 100 gelistet ist. An diesen Indizes orientiert sich der Großteil des indexierten Anlagevermögens.
Alphabet-Aktie: Rücksetzer im Juni
Der Kurssprung zum Dow-Debüt kommt trotz anhaltenden Drucks auf die Aktie zustande: Alphabet steuert auf seinen schwächsten Monat seit Februar 2025 zu, sechs der vergangenen sieben Wochen schlossen im Minus. Das markiert eine deutliche Kehrtwende gegenüber dem Mai, als Alphabet zeitweise nachbörslich Nvidia als wertvollstes Unternehmen der Welt überholte.
Berichten zufolge stoßen Geschäftskunden bei der Nutzung von Alphabets Rechenkapazitäten zunehmend an Engpässe, weshalb das Unternehmen verstärkt auf externe Infrastrukturanbieter zurückgreift, um die Lücke zu schließen. Und auch die Tatsache, dass der mächtige Google-Konzern seine KI-Investitionen inzwischen auch mit gigantischen Anleihen finanzieren muss, sorgt für Zweifel.
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