Alphabet-Aktie: Das dürfte für Diskussionen sorgen!

Google-Konzern deckt mutmaßliche chinesische Cyberspionage auf. Daten von Militär- und Medizinforschung über Jahre gestohlen.

Auf einen Blick:
  • Datenklau bei US-Forschungseinrichtungen
  • Hacker nutzten REDCap-Softwarelücke
  • Spionageziel: Verteidigung und KI
  • Aktivitäten seit September 2023

Alphabet meldet mutmaßliche Hackerangriffe aus China. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hat der Google-Konzern mitgeteilt, dass eine mutmaßlich mit China verbundene Hackergruppe über mehr als ein Jahr unbemerkt Daten von akademischen, medizinischen und militärischen Forschungseinrichtungen in den USA und Kanada gestohlen habe.

Google ordnet die Kampagne einer Hackergruppe zu, die das Unternehmen unter dem Namen UNC6508 führt – ein relativ neuer und bislang wenig bekannter Akteur im Bereich der Cyberspionage.

Alphabet-Aktie: Sicherheitslücke in weitverbreiteter Forschungssoftware als Einstiegspunkt

Die früheste bekannte Aktivität reicht bis September 2023 zurück, als die Angreifer Schwachstellen in Servern ausnutzten, auf denen die Webanwendung REDCap läuft – ein Programm, das von Forschungseinrichtungen weltweit zur Erstellung und Verwaltung von Online-Umfragen und Datenbanken genutzt wird. Mithilfe eigens entwickelter Schadsoftware erbeuteten die Hacker laut dem Reuters-Bericht legitime REDCap-Zugangsdaten, um sich Zugriff auf die betroffenen Netzwerken zu verschaffen.

Anschließend richteten die Angreifer ein System ein, das E-Mails mit bestimmten Schlüsselbegriffen automatisch an sie weiterleitete. Zu den überwachten Begriffen zählten unter anderem Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Mitarbeitern der betroffenen Einrichtungen sowie Begriffe rund um geostrategische Politik und Militärstrategie.

Alphabet-Aktie: Verteidigung, KI und Medizinforschung im Visier

Zwischen September 2023 und November 2025 suchten die Hacker laut Reuters gezielt nach Informationen zu Verteidigungsaufklärung, Militärstrategie im Indopazifik, künstlicher Intelligenz, unbemannten Fahrzeugen, Programmen zur Cyberkriegsführung und medizinischer Forschung.

Google nannte die betroffenen Organisationen nicht namentlich, beschrieb aber, dass deren Tätigkeitsfeld von Medikamentenforschung und klinischen Studien bis zu Gesundheitspolitik und militärischer Einsatzbereitschaft reicht – Einrichtungen, die zusammen tausende Mitarbeiter beschäftigen und über Forschungsbudgets in Milliardenhöhe verfügen.

Luke McNamara, stellvertretender Chefanalyst bei Google Threat Intelligence Group, erklärte laut Reuters, die Methoden der Gruppe entsprächen weitgehend dem Muster, das seit Jahren bei mit China verbundenen Hackeraktivitäten beobachtet werde – mit dem Schwerpunkt, Informationen zu sammeln, die für die chinesische Regierung von Interesse sein könnten.

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