576,5 Milliarden Yen. Diese Zahl markiert einen neuen Maßstab am japanischen Kapitalmarkt— und zeigt, wie ernst Alphabet seinen KI-Umbau nimmt. Mit der größten Yen-Anleihe, die je ein ausländisches Unternehmen begeben hat, holt sich der Google-Konzern umgerechnet rund 3,6 Milliarden Dollar frisches Kapital.
Rekordemission in sieben Tranchen
Die am 16. Mai platzierte Anleihe übertrifft den bisherigen Rekord von Berkshire Hathaway aus dem Jahr 2019 deutlich— damals waren es 430 Milliarden Yen. Alphabet strukturierte die Emission in sieben Tranchen mit Laufzeiten zwischen drei und 40 Jahren. Die Kupons reichen von knapp unter zwei bis fast 4,6 Prozent. Moody’s bewertet die neuen Papiere mit Aa2 und verweist auf das starke Kreditprofil des Konzerns.
Die Emission ist Teil einer breiteren Kapitalrunde, mit der Alphabet in den vergangenen vier Monaten insgesamt rund 60 Milliarden Dollar eingesammelt hat. Das Ziel ist klar: Der Konzern plant für 2026 Investitionen von bis zu 190 Milliarden Dollar— fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Ein Großteil fließt in Rechenzentren und eigene KI-Chips, die sogenannten Tensor Processing Units.
Buffett kauft, Ackman erklärt sich
Während Alphabet Kapital aufnimmt, sortieren sich auch prominente Investoren neu. Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat seine Beteiligung im ersten Quartal 2026 auf rund 58 Millionen Aktien mehr als verdreifacht— ein Paket, das aktuell etwa 23 Milliarden Dollar wert ist.
Bill Ackman von Pershing Square hingegen hatte 95 Prozent seiner Alphabet-Position verkauft. Er stellte klar: kein Misstrauensvotum gegen den Konzern, sondern eine taktische Entscheidung, um eine 2,4 Milliarden Dollar schwere Position in Microsoft aufzubauen. Langfristig bleibe er bullish auf Alphabet.
Cloud als Wachstumsmotor
Die Zahlen geben beiden Lagern Argumente. Im ersten Quartal erzielte Alphabet einen Gewinn je Aktie von 5,11 Dollar bei einem Umsatz von 110 Milliarden Dollar— jeweils über den Erwartungen. Google Cloud wuchs um 63 Prozent auf 20 Milliarden Dollar Quartalsumsatz, die operative Marge sprang von 18 auf 33 Prozent.
Der Auftragsbestand der Cloud-Sparte hat sich nahezu verdoppelt und liegt nun bei rund 461 Milliarden Dollar, gestützt unter anderem durch eine Partnerschaft mit Anthropic im Volumen von 200 Milliarden Dollar. Die Aktie spiegelt diese Dynamik wider: Seit Jahresbeginn legte sie rund 27 Prozent zu und notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch.
Google I/O als nächster Prüfstein
Am 19. Mai öffnet die Google I/O Developer Conference. Analysten der Bank of America erwarten Neuigkeiten zur nächsten Gemini-Generation und zu sogenannten agentischen KI-Fähigkeiten. Von den 33 Analysten, die die Aktie abdecken, empfehlen 26 den Kauf— die Kursziele reichen von 363 bis 460 Dollar. Wer auf weitere Kursgewinne setzt, braucht allerdings starke Produktankündigungen: Die Erwartungslatte liegt hoch, und Enttäuschungen könnten kurzfristig für Gegenwind sorgen.
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