Alphabet-Aktie: Buffett steigt ein!

Berkshire Hathaway erwirbt 17,85 Millionen Alphabet-Aktien und positioniert Google als zehntgrößtes Portfolio-Investment. Die Aktie reagierte mit 4,27 Prozent Kursgewinn.

Auf einen Blick:
  • Berkshire Hathaway kauft Alphabet-Aktien im Wert von 4,9 Milliarden Dollar
  • Aktie steigt vorbörslich um 5,5 Prozent auf 291,20 Dollar
  • Alphabet wird zehntgrößte Position im Berkshire-Portfolio
  • Buffett korrigiert verpasste Chance von 2019

Das ist eine Überraschung. Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat sich mit 17,85 Millionen Aktien bei Alphabet eingekauft. Der Wert der Position liegt bei rund 4,9 Milliarden Dollar. Die Reaktion der Börse ließ nicht lange auf sich warten. Im vorbörslichen Handel am Montag schoss die Aktie um 4,27 Prozent nach oben auf 288,81 Dollar.

Alphabet wird damit zur zehntgrößten Position im Berkshire-Portfolio. Das entspricht etwa 1,6 Prozent des gesamten Depots. Interessant ist der Zeitpunkt. Denn während viele Anleger angesichts der explodierenden KI-Ausgaben bei Big Tech nervös werden, setzt Buffett genau jetzt auf Google. Gleichzeitig hat Berkshire im dritten Quartal seine Positionen bei Apple und Bank of America reduziert.

Alphabet Inc. Aktie Chart

Buffett bereut verpasste Chancen nicht mehr

Wer sich an die Berkshire-Hauptversammlung 2019 erinnert, weiß wie sehr Buffett und Charlie Munger es bedauerten, nicht früher bei Google eingestiegen zu sein. „Wir haben es vermasselt“, sagte Munger damals unverblümt. Jetzt scheint Berkshire diesen Fehler korrigieren zu wollen. Allerdings bleibt unklar, ob Buffett selbst die Entscheidung getroffen hat oder seine Portfoliomanager Todd Combs und Ted Weschler.

Die Investition passt eigentlich nicht zu Buffetts traditioneller Skepsis gegenüber Tech-Aktien. Doch offenbar sieht er bei Alphabet starkes Potenzial durch KI-Initiativen und das Cloud-Geschäft. Während Michael Burry kürzlich seinen Hedgefonds deregistrierte und KI-Unternehmen kritisierte, geht Buffett den entgegengesetzten Weg.

Für Anleger ist das zumindest ein interessantes Signal. Wenn Buffett kurz vor seinem Abschied als CEO Ende 2025 noch einmal bei einem Tech-Giganten zugreift, dann steckt Überzeugung dahinter. Die 4 Prozent Plus im vorbörslichen Handel könnten erst der Anfang sein.

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