Alphabet-Aktie: Brain Drain!

Tage, an denen die Alphabet-Aktie mehr als 4% verliert, sind eine Seltenheit geworden. Der heutige Montag war so ein Tag. Was hat Anleger aus der Alphabet-Aktie getrieben?

Auf einen Blick:
  • Zwei hochkarätige KI-Mitarbeiter verlassen Google
  • Wechsel ausgerechnet zu Anthropic und OpenAI
  • Microsoft-Chef sieht KI zunehmend als austauschbar an

Tage, an denen die Alphabet-Aktie mehr als vier Prozent verliert, sind eine Seltenheit geworden. Der heutige Montag war so ein Tag. Was hat zum Wochenauftakt Anleger aus der Alphabet-Aktie getrieben?

Top-Talente wechseln zum Wettbewerb

Hauptauslöser des ungewöhnlich heftigen Kursrückgangs der Alphabet-Aktie war ein Brain Drain im Bereich KI. An der Wall Street sorgte die Nachricht über personelle Abgänge für Nervosität.

In den letzten 72 Stunden wurde bekannt, dass hochkarätige KI-Köpfe Google den Rücken gekehrt haben – darunter der DeepMind-Vizepräsident und Nobelpreisträger John Jumper, der zum Konkurrenten Anthropic wechselt, sowie Gemini-Mitentwickler Noam Shazeer, den es zu OpenAI zieht.

Das schürt Ängste, dass Google trotz seiner Finanzkraft im extrem harten Tech-Wettbewerb um die klügsten KI-Köpfe ins Hintertreffen geraten könnte. Vor allem die Tatsache, dass die beiden Top-Talente zu den wahrscheinlich beiden stärksten KI-Wettbewerbern Anthropic und OpenAI wechseln, dürfte vielen Börsianern nicht gefallen haben.

Wird KI wirklich austauschbar?

Öl ins Feuer goss dann auch noch Microsoft-Chef Nadella in einem Internview mit dem Wall Street Journal. Darin behauptete er, dass der Markt für KI zunehmend „commoditized“ („austauschbar“) werde.

Mit dieser Meinung dürfte Nadella momentan eher alleine dastehen. Trotzdem schürte die Aussage die Sorge an der Börse, dass Alphabet gigantische Summen für den Aufbau einer KI-Infrastruktur ausgibt, die niemals attraktive Renditen abwerfen werden. Alle im laufenden Jahr wird der Technologiegigant bis zu 190 Milliarden US-Dollar an Investitionsausgaben haben.

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