Alphabet Aktie: Berkshire investiert 10 Milliarden USD

Alphabet erhält 10 Milliarden von Berkshire Hathaway für KI-Infrastruktur. Der Konzern verdoppelt seine Investitionen auf bis zu 190 Milliarden USD.

Auf einen Blick:
  • Berkshire investiert 10 Milliarden USD
  • Kapitalrunde umfasst 84,75 Milliarden USD
  • Bau eines Gigawatt-Rechenzentrums in Texas
  • Investitionen verdoppeln sich auf 190 Milliarden

Alphabet investiert so viel wie nie zuvor in künstliche Intelligenz — und holt sich dafür prominente Unterstützung. Berkshire Hathaway steigt mit 10 Milliarden USD ein. Das ist mehr als ein Vertrauensbeweis.

Berkshire setzt auf Google

Die Kapitalrunde hat ein Gesamtvolumen von 84,75 Milliarden USD. Sie setzt sich aus einem „At-the-market“-Programm über 40 Milliarden USD, öffentlichen Aktien- und Anleihenangeboten über rund 34,75 Milliarden USD sowie einer Privatplatzierung zusammen.

Berkshire Hathaway erwirbt im Rahmen dieser Privatplatzierung Class-A-Aktien zu rund 352 USD und Class-C-Aktien zu rund 348 USD. Das entspricht einem Abschlag von etwa 6 bis 7 Prozent gegenüber dem Marktniveau vor der Ankündigung. Greg Abel führt den Deal. Alphabet wird damit zur dritt- oder viertgrößten Position im Berkshire-Portfolio.

Gigawatt-Rechenzentrum in Texas

Parallel läuft der physische Ausbau. Am 4. Juni startete Alphabet den Bau des „Meitner Energy Center“ in Texas. Das Projekt kombiniert ein Rechenzentrum mit über einem Gigawatt Energieerzeugung aus Wind, Solar und Batteriespeichern. Grundlastfähigkeit sichert eine On-Site-Gasversorgung.

Das Meitner Energy Center nutzt Luftkühlung statt Wasserverbrauch. Ein angeschlossener Workforce Hub kann bis zu 3.500 Arbeitskräfte aufnehmen. Das Projekt ist Teil eines größeren Plans: Bis 2027 will Alphabet insgesamt 40 Milliarden USD allein in Texas investieren.

Capex verdoppelt sich

Das Finanzierungsprogramm hat einen klaren Zweck. Für 2026 plant Alphabet Investitionsausgaben zwischen 180 und 190 Milliarden USD — nach 91,5 Milliarden USD im Vorjahr. Eine Verdopplung. Moody’s bewertet die Kapitalrunde als kreditpositiv, weil sie die Liquidität für den globalen Ausbau der Rechenkapazitäten sichert. Der Verschuldungsgrad soll bei rund 0,7x stabil bleiben.

Auf Partnerschaftsebene kommen weitere Bausteine hinzu. IBM und Google Cloud gründen eine gemeinsame Beratungseinheit, in der tausende zertifizierte IBM-Berater Unternehmen bei KI-Implementierungen begleiten sollen. Workday integriert KI-Agenten für Personal- und Finanzwesen tiefer ins Gemini-Ökosystem.

Die Aktie notiert aktuell bei 318,30 Euro — rund 9 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Mai. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von über 116 Prozent. Der RSI von 47,7 signalisiert neutrale Marktstimmung. Wer auf die langfristige KI-Infrastruktur-These setzt, findet in Berkshires Einstieg zumindest ein klares Signal.

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