Alphabet hat am Donnerstag die Ausgabe vorrangiger Euro-Anleihen über 6 Milliarden Euro abgeschlossen. Die Finanzierung umfasst sieben Tranchen, wie aus einer Pflichtmitteilung des Unternehmens hervorgeht. Sie folgt auf Quartalszahlen, nach denen Anleger vor allem die hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz kritisch betrachteten.
Laufzeiten bis 2045
Die Anleihen werden zwischen 2028 und 2045 fällig. Die Verzinsung reicht von variablen Sätzen bis zu einem Kupon von 5,250 Prozent. Damit verteilt Alphabet die Fälligkeiten der Finanzierung auf unterschiedliche Zeitpunkte.
Bloomberg hatte am Montag über den Anleiheverkauf berichtet. Demnach gaben Investoren Kaufaufträge über mehr als 17,1 Milliarden Euro ab. Das Auftragsvolumen überstieg damit den Umfang der Emission.
Investitionsausgaben belasten die Bewertung
Die Finanzierung steht neben einer Debatte über den Kapitalbedarf des Konzerns. Nach Angaben von Associated Press belasteten nach den Quartalszahlen Sorgen um den freien Mittelzufluss den Aktienkurs. Zugleich wuchs das Werbegeschäft der Google-Suche schwächer als erwartet.
Finanzchefin Anat Ashkenazi hatte am 28. Oktober angekündigt, dass die Investitionsausgaben 2027 voraussichtlich deutlich steigen würden. Associated Press berichtete zudem, dass Alphabet mit Umsatz und Ergebnis je Aktie hinter den Analystenerwartungen zurückblieb.
Für das dritte Quartal 2026 meldete Alphabet einen Umsatz von 127,6 Milliarden $. Das entsprach einem Wachstum von 25 Prozent.
Bei Google Cloud stieg der Umsatz um 103 Prozent auf 30,7 Milliarden $. Der den Stammaktionären zurechenbare Nettogewinn belief sich auf 26,2 Milliarden $.
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