Am 29. April 2026 legt Alphabet seine Ergebnisse für das erste Quartal vor, und selten zuvor stand ein Google-Quartalsbericht so sehr unter Beobachtung wie dieser. Das liegt weniger an den Zahlen selbst, von denen viele Analysten ohnehin einen weiteren positiven Überraschungseffekt erwarten. Die eigentliche Frage, die Investoren umtreibt, ist eine grundsätzlichere: Gibt Alphabet zu viel Geld aus? Und wenn ja, droht dem Konzern dasselbe Schicksal wie einst Meta beim Metaverse-Desaster oder Intel beim gescheiterten Foundry-Aufbau?
Der Kontext ist eindeutig. Das Management hat für 2026 Investitionsausgaben zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar angekündigt, also annähernd eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig erwarten Analysten für das erste Quartal einen Rückgang des Gewinns je Aktie von 2,81 auf 2,63 US-Dollar. Das erhöhte Investitionsvolumen drückt sichtbar auf die kurzfristige Ertragskraft.
Warnsignal aus der Geschichte
Meta hat zwischen 2021 und 2023 Hunderte Milliarden US-Dollar Börsenwert vernichtet, weil die Nachfrage nach dem Metaverse nie in dem Umfang entstand, den Zuckerberg prophezeit hatte. Intel folgte mit dem gescheiterten Foundry-Aufbau, der trotz massiver Vorabinvestitionen kaum externe Kunden gewann. Die Sprache beider Unternehmen damals klingt verblüffend vertraut: große Zukunftswetten, kurzfristiger Schmerz für langfristige Führerschaft. Alphabet argumentiert heute fast wortgleich. Der entscheidende Unterschied ist, dass die Nachfrage nach KI-Infrastruktur real und messbar ist, während der Metaverse-Boom weitgehend Spekulation blieb.
Alphabet Aktie Chart
Fünf Kennzahlen entscheiden alles
Konkret werden fünf Metriken zeigen, ob Alphabets Wette aufgeht. Erstens der Cloud-Auftragsbestand: Im vierten Quartal 2025 lag er bei 240 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 55 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Ein ähnlich starkes Wachstum im laufenden Quartal wäre ein klares Kaufsignal. Zweitens der Google-Cloud-Umsatz, der zuletzt bei annualisierten 70 Milliarden US-Dollar lag und um über 48 Prozent gewachsen war. Drittens die monatlich aktiven Nutzer der Gemini-App, die zuletzt 750 Millionen erreichten. Viertens die Zahl der bezahlten Gemini-Enterprise-Lizenzen, die im vierten Quartal 2025 auf über 8 Millionen kletterten. Fünftens die breitere Unternehmensadoption, bei der Gemini zuletzt in 95 Prozent der 20 weltgrößten SaaS-Unternehmen im Einsatz war.
Bewertung noch kein Schnäppchen
Trotz des operativen Momentums ist die Aktie mit einem vorausschauenden KGV von rund 29 bis 30 nicht günstig bewertet, zumal das Gewinnwachstum für 2026 bei lediglich 8 Prozent erwartet wird. Wer auf einen positiven Überraschungseffekt am 29. April setzt, sollte die genannten Wachstumskennzahlen genau verfolgen. Sie werden zeigen, ob Alphabets enormes Investitionsprogramm von der Realität getragen wird oder ob es ein teures Wettrennen ohne gesicherten Sieger ist.
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