Alphabet Aktie: 81 Satelliten für orbitale KI-Cloud

Google plant mit Project Suncatcher ein solarbetriebenes KI-Rechenzentrum im Orbit aus 81 Satelliten und führt Gespräche mit SpaceX über Raketenstarts.

Auf einen Blick:
  • 81 Satelliten für orbitale KI-Cloud
  • SpaceX als strategischer Partner
  • Cloud-Umsatz steigt auf 20 Milliarden
  • Prototyp für 2027 geplant

Starke Cloud-Zahlen reichen Alphabet offenbar nicht. Google treibt mit Project Suncatcher eine Idee voran, die selbst für KI-Infrastruktur ungewöhnlich wirkt: Rechenzentren im All. Gespräche mit SpaceX über Raketenstarts geben dem Vorhaben nun einen deutlich konkreteren Rahmen.

Satelliten statt Serverhallen

Google will solarbetriebene Satelliten mit eigenen Tensor Processing Units vernetzen. So soll eine Art orbitale KI-Cloud entstehen, die Rechenleistung im Weltraum bündelt.

Das Ziel ist ambitioniert: rund 81 Satelliten sollen einen Cluster in einem Radius von einem Kilometer bilden. Planet Labs soll die Satelliten bauen. Ein früher Prototyp ist um 2027 vorgesehen.

Die technische Logik klingt zunächst plausibel. Im Orbit gibt es fast durchgehend Sonnenenergie, während Rechenzentren am Boden zunehmend mit Strom- und Flächenlimits kämpfen. Google beschreibt das Konzept als „skalierbares Rechensystem für maschinelles Lernen im Weltraum“.

SpaceX als naheliegender Partner

Ein Vertrag liegt nicht vor, aber die Gespräche sind strategisch naheliegend. SpaceX beherrscht Starts in Serie. Google bringt Cloud-Plattform, KI-Chips und Großkunden mit.

Die Verbindung reicht weiter zurück. Alphabet war früh bei SpaceX investiert und hielt Ende 2025 einen Anteil von 6,1 Prozent. Google-Manager Don Harrison sitzt im SpaceX-Verwaltungsrat.

Unternehmerisch ist die Annäherung dennoch bemerkenswert. Elon Musk hat Rivalen im KI-Markt wiederholt scharf kritisiert. Nun könnte SpaceX ausgerechnet mit Google ein Zukunftsprodukt für Investoren sichtbarer machen, während das Unternehmen einen Börsengang vorbereitet.

Allerdings bleibt der Kostenpunkt der harte Test. Satelliten, Startkosten und Spezialhardware machen Rechenleistung im All heute deutlich teurer als klassische Datacenter. Musks These von niedrigeren Betriebskosten braucht deshalb belastbare Daten.

Cloud-Geschäft liefert Rückenwind

Der Markt bewertet Project Suncatcher nicht isoliert. Alphabet kommt aus einer Phase massiver Cloud-Dynamik. Im ersten Quartal 2026 erzielte Google Cloud rund 20 Milliarden Dollar Umsatz.

Das Wachstum lag bei 63 Prozent und damit über dem Tempo des Vorquartals. Das operative Ergebnis verdreifachte sich auf 6,6 Milliarden Dollar. Die Marge stieg auf 33 Prozent.

Auch Anthropic spielt in diese Bewertung hinein. Der Claude-Entwickler nutzt Google Cloud und Alphabets eigene Chips für das Training seiner Modelle. Eine mögliche Cloud-Vereinbarung von 200 Milliarden Dollar zeigt, wie groß der Hebel wäre.

Gemessen am Cloud-Auftragsbestand könnte sie mehr als 40 Prozent künftiger vertraglicher Erlöse ausmachen. Gerade darin liegt ein Risiko. Wenn ein großer Teil des Auftragsbestands an einem stark kapitalhungrigen KI-Startup hängt, steigt die Abhängigkeit.

An der Börse ist die Story bereits weit gelaufen. Die Alphabet-Aktie notiert am Mittwoch bei 339,25 Euro und liegt 2,77 Prozent im Plus. Im vergangenen Monat summiert sich der Gewinn auf gut 24 Prozent.

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei etwa 422 Dollar. Das ist nur noch ein begrenzter Aufschlag zu den jüngsten Schlusskursen. Der Bewertungsspielraum hängt damit stärker an neuen Impulsen als an reiner Neubewertung.

Später im Mai folgt Google I/O als nächster Termin. Dort zählt vor allem, wie konkret Google seine KI-Infrastruktur und Gemini-Produkte verzahnt. Für Project Suncatcher bleibt der Prototyp um 2027 der erste harte Meilenstein; bis dahin ist der Orbit eine Option, nicht der Kern des Cloud-Geschäfts.

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