Almonty Industries liefert operative Rekorde, während der Aktienkurs am Donnerstag zweistellig einbricht. Der Wolfram-Spezialist verdreifachte seinen Umsatz im ersten Quartal 2026. Dennoch verlor das Papier zeitweise über elf Prozent an Wert. Anleger reagieren damit empfindlich auf die jüngsten Nachrichten, obwohl die Fundamentaldaten eine deutliche Erholung zeigen.
Umsatzsprung und Cashflow-Wende
Der Umsatz stieg auf 25,4 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 221 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Parallel dazu verbesserte sich das bereinigte EBITDA auf 6,1 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr stand hier noch ein operativer Verlust zu Buche. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem die gestiegenen Wolframpreise und eine starke Produktion der Panasqueira-Mine.
Der operative Cashflow drehte mit 9,7 Millionen US-Dollar deutlich ins Plus. Zwar weist die Bilanz einen Nettoverlust von 5,3 Millionen US-Dollar aus. Die Liquidität bleibt mit rund 260 Millionen US-Dollar Cash jedoch stabil. Der Nettoverlust resultiert primär aus nicht zahlungswirksamen Neubewertungen von Finanzinstrumenten in Höhe von über acht Millionen US-Dollar.
Strategische Neuausrichtung in den USA
Ein Meilenstein war die feierliche Inbetriebnahme der Sangdong-Mine in Südkorea am 17. März. Das Vorkommen soll die Abhängigkeit westlicher Staaten von chinesischen Wolfram-Lieferungen verringern. Es gilt als eines der größten Vorkommen außerhalb Chinas. Passend dazu verlegte Almonty seinen Hauptsitz von Kanada in die USA nach Montana. Das Management sucht damit gezielt die Nähe zu US-Verteidigungskreisen und industriellen Partnern.
Trotz des heutigen Rücksetzers auf 26,45 AUD bleibt die langfristige Bilanz beeindruckend. Innerhalb eines Jahres legte die Aktie um rund 540 Prozent zu. Am 14. Mai spricht CEO Lewis Black auf dem Critical Minerals Institute Summit in Toronto über die weiteren Pläne. Dort dürfte er versuchen, das Vertrauen der Investoren nach der aktuellen Kurskorrektur zu festigen.
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