Almonty: Sangdong produziert, Aktie fällt 8 Prozent

Almonty Industries nimmt Wolframmine in Betrieb, doch die Aktie fällt. Analysten sehen Kaufgelegenheit trotz Buchverlusten.

Auf einen Blick:
  • Sangdong-Mine startet kommerzielle Produktion
  • Aktie fällt trotz operativer Fortschritte
  • Buchverluste belasten die Stimmung
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlung

Starke operative Fortschritte, schwache Kurse. Bei Almonty Industries klaffen Realität und Marktstimmung aktuell weit auseinander. Der kanadische Rohstoffkonzern hat seine südkoreanische Sangdong-Mine erfolgreich in Betrieb genommen. An der Börse dominiert dennoch Verkaufsdruck. Ein krasser Kontrast.

Produktion läuft, Aktie fällt

Am 1. Juli 2026 startete Almonty die Verarbeitung in der Sangdong-Mine. Das Projekt wechselt damit offiziell vom Entwicklerstadium in die kommerzielle Produktion. Ein Erzvorrat von rund 140.000 Tonnen dient dem Hochlauf der Anlage. Das Unternehmen profitiert dabei von anhaltend hohen Wolframpreisen. Westliche Industrien suchen parallel dazu händeringend nach Alternativen zu chinesischen Lieferanten.

Aktionäre ignorieren diese Meilensteine derzeit völlig. Die Aktie schloss zuletzt bei 20,37 Kanadischen Dollar. Das entspricht einem Minus von acht Prozent auf Wochensicht. Ein Relative-Stärke-Index von 34 signalisiert mittlerweile einen stark überverkauften Zustand. Der Abstand zum jüngsten Jahreshoch wächst unaufhaltsam weiter.

Buchverluste belasten die Stimmung

Ein Teil der aktuellen Skepsis resultiert aus den jüngsten Quartalszahlen. Das Unternehmen steigerte den Umsatz im Auftaktquartal auf über 25 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich stand am Ende ein Nettoverlust von 5,3 Millionen Dollar.

Diese rote Zahl hat einen rein buchhalterischen Hintergrund. Almonty verbuchte hohe unbare Aufwendungen für die Neubewertung von Finanzinstrumenten. Ironischerweise löste der massive Kursanstieg der Aktie im Vorjahr diese Wertanpassungen aus. Das operative Geschäft und die Liquidität des Konzerns bleiben davon völlig unberührt.

Finanzielles Polster steht

Die Kassen des Minenbetreibers sind derweil gut gefüllt. Im Juni platzierte Almonty erfolgreich eine Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar. Ein signifikanter Teil dieser Summe fließt über Absicherungsgeschäfte direkt in Maßnahmen gegen eine Verwässerung der Altaktionäre.

Analysten lassen sich von der jüngsten Kursschwäche nicht beirren. Die aktuelle Bewertung empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf. Das ausgegebene Kursziel liegt bei 25 CAD.

Die operative Ausführung entscheidet

Der Blick richtet sich nun vollständig auf die Anlagenleistung. Das Management muss beweisen, wie schnell sich die Haldenbestände in verkaufsfähiges Wolframkonzentrat verwandeln. Die aktuellen Vorräte decken laut Unternehmensangaben exakt 2,6 Monate der geplanten Durchsatzmenge ab. Liefert Almonty beim Feintuning der Erzmischung in dieser Phase stabile Ergebnisse, rücken höhere Erzgehalte für die nächste Produktionsstufe in greifbare Nähe.

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