Almonty Industries-Aktie: Börsenliste wird kräftig ausgedünnt!

Almonty Industries zieht sich von der Börse in Sydney zurück. Nach dem TSX-Abschied folgt nun das ASX-Delisting zum 1. September 2026.

Auf einen Blick:
  • Almonty delisted von der ASX, wirksam ab 1. September 2026
  • TSX-Delisting folgt bereits zum 31. Juli 2026
  • Nur noch Nasdaq und Frankfurter Börse bleiben als Handelsplätze
  • CDI-Inhaber haben bis 28. August 2026 Zeit, auf der ASX zu verkaufen

Erst Toronto, jetzt Sydney. Almonty Industries räumt seine Börsenpräsenzen auf, und zwar zügig. Nachdem das Unternehmen bereits am 20. Juli 2026 angekündigt hatte, sich von der Toronto Stock Exchange zu verabschieden, folgte nun die Genehmigung der Australian Securities Exchange für ein weiteres Delisting. Ab dem 1. September 2026 ist Almonty kein ASX-Unternehmen mehr.

Kaum noch Australier an Bord

Die Begründung ist nüchtern, aber nachvollziehbar. Nur noch rund 0,80 Prozent aller ausgegebenen Aktien lagen zum 14. Juli 2026 auf dem australischen Register. Im Sechsmonatsdurchschnitt wurden täglich gerade einmal 30.058 CDIs auf der ASX gehandelt, was 0,47 Prozent des täglichen Gesamtvolumens auf Nasdaq und TSX entspricht. In den letzten drei Monaten vor dem Stichtag schrumpfte dieser Anteil sogar auf 0,32 Prozent. Wer für solche Zahlen Compliance-Kosten und administrativen Aufwand einer vollständigen Börsennotierung stemmt, wirft Geld weg. Das hat Almonty nun wohl auch so gesehen.

Was CDI-Inhaber jetzt tun müssen

Für australische Anleger, die ihre Almonty-Beteiligung über CDIs halten, läuft die Uhr. Bis zum 28. August 2026 können sie ihre CDIs noch auf der ASX verkaufen. Alternativ ist eine Umwandlung in reguläre Aktien auf dem nordamerikanischen Register möglich, Verhältnis 1:1, bis zum Ende der freiwilligen Verkaufsfazilität. Wer bis dahin nichts unternimmt, landet automatisch in der Pflichtverkaufsfazilität, die ab dem 9. November 2026 läuft und spätestens am 9. Dezember 2026 schließt. Der Broker handelt dabei unabhängig von Almonty, Kurs- und Wechselkursrisiko tragen die CDI-Inhaber selbst.

Fokus auf Nasdaq und Frankfurt

Nach dem Doppel-Delisting bleiben zwei Handelsplätze: Nasdaq unter dem Kürzel ALM und die Frankfurter Börse unter ALI1. Für deutsche Privatanleger ändert sich damit operativ nichts. Die Aktie hat im laufenden Jahr schon gut 70 Prozent zugelegt, zuletzt aber rund 14 Prozent in 30 Tagen abgegeben. Ob die Konsolidierung der Börsenliste das Unternehmen straffer aufstellt oder schlicht Kosten spart, werden die nächsten Quartalszahlen am 22. Oktober 2026 zeigen. Zwei Börsen weniger, eine Frage mehr.

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