Almonty Industries erweitert sein Fundament. Neben dem Kerngeschäft mit Wolfram rückt ein zweites Standbein in den Fokus. Das Molybdän-Projekt in Südkorea nähert sich dem Produktionsstart.
Molybdän als zweiter Pfeiler
Ein exklusiver Abnahmevertrag über 60 Jahre sichert die kommerzielle Basis des Projekts. Partner ist SeAH M&S, der größte Verarbeiter des Metalls in Südkorea. Die Vereinbarung sieht vor, dass SeAH die gesamte Produktion der Mine abnimmt.
Das Vorhaben befindet sich in unmittelbarer Nähe zur bestehenden Sangdong-Wolfram-Mine. Almonty plant dort eine jährliche Kapazität von rund 5.600 Tonnen Molybdän. Die Genehmigungen für den Betrieb liegen bereits vollständig vor.
SpaceX-Verbindung und Preisschutz
Die Kooperation verbindet Almonty mit der westlichen Raumfahrtindustrie. SeAH baut derzeit eine Fabrik in Texas, um SpaceX und das US-Verteidigungsministerium zu beliefern. Damit wird Almonty Teil einer strategisch wichtigen Lieferkette.
Ein garantierter Mindestpreis von 19,00 US-Dollar pro Pfund schützt das Unternehmen vor Marktschwankungen. Dieser Wert liegt deutlich unter dem aktuellen Marktniveau. Das sichert die Planbarkeit der Cashflows über die gesamte Laufzeit.
Die Finanzen ziehen parallel dazu deutlich an. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen kanadische Dollar. Der operative Cashflow erreichte 9,7 Millionen kanadische Dollar.
Strategische Unabhängigkeit
An der Börse spiegelt sich diese Entwicklung wider. Die Aktie stieg seit Jahresbeginn um 111 Prozent auf 28,00 AUD. Damit notiert das Papier weit über seinem langfristigen Durchschnitt.
Das Projekt verringert die Abhängigkeit Südkoreas von China. Bisher importiert das Land fast seinen gesamten Bedarf an Molybdän von dort. Almonty bietet nun eine seltene Quelle außerhalb chinesischer Lieferketten an.
Im Juni 2026 stimmen Aktionäre über den nächsten Ausbau der Wolfram-Mine ab. Ziel ist eine Kapazität von 1,2 Millionen Tonnen jährlich. Die Molybdän-Förderung startet voraussichtlich Ende 2026.
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