Almonty im großen Fundamentalcheck

Vor über einem Jahr noch Pennystock, jetzt 11,60 Dollar. Dabei ist Almonty nicht profitabel. Die Kursrakete basiert auf Hoffnung! Ist sie gerechtfertigt?

Auf einen Blick:
  • Operativ in tiefroten Zahlen
  • Kapitalerhöhungen retten Bilanz
  • Nur eine Mine voll in Betrieb, 2 kurz vor Inbetriebnahme
  • Mine in Montana ohne Machbarkeitsstudie

Almonty Industries Inc. (kurz: Almonty) ist ein kanadisches Bergbauunternehmen mit Fokus auf Wolfram. Almonty positioniert sich strategisch als Schlüsselanbieter für eine unabhängige westliche Wolfram-Versorgungskette.

Almonty Industries Aktie Chart

Diese Rolle spielt Wolfram

Wolfram (engl.: Tungsten) ist eines der strategisch wichtigsten Metalle der modernen Industrie und Rüstungswirtschaft. Dank seines extrem hohen Schmelzpunkts (über 3.400 Grad Celsius), seiner Härte, Dichte und Verschleißfestigkeit ist es in vielen Bereichen kaum ersetzbar.

In der Rüstungswirtschaft spielt Wolfram eine zentrale Rolle bei panzerbrechender Munition, wo seine hohe Dichte und Härte maximale Durchschlagskraft ermöglichen – oft als Alternative zu abgereichertem Uran.

Kurz gesagt: Ohne Wolfram wären viele Präzisionswerkzeuge, Hochleistungslegierungen und moderne panzerbrechende Waffensysteme technisch oder wirtschaftlich nicht realisierbar.

Almonty: Das sind die Minen

Almonty hat insgesamt 6 Minen, von der bisher nur eine vollständig produziert. Wenn nicht ander angegeben, handelt es sich um Wolfram-Minen,

MineLandStatus
PanasqueiraPortugal 

In Betrieb

SangdongSüdkorea 

Inbetriebnahme

Gentung Browns LakeUSA (Montana) 

Produktion ab H2/26 geplant

ValtreixalSpanien 

Vor-Machbarkeitsstudie

Los SantosSpanien 

Plfege und Instandhaltung

Sangdong (Molybdän)Südkorea 

Bohrprogramm begonnen, um Reserven festzustellen. Der Abbau dürfte zwischen 2028 und 2030 beginnen.

Das heißt: Nach dem jetzigen Stand ist nur eine einzige Mine in vollem Betrieb.

Die Wolfram-Mine in Südkorea hat zwar bereits mit der Produktion begonnen – allerdings noch nicht im kommerziellen Maßstab. Das soll in der ersten Jahreshälfte 2026 geschehen.

In dieser Analyse gehe ich nur auf 3 Minen ein: Panasqueira, Sangdong (Wolfram) und Gentung Browns Lake. Diese sind schon in Betrieb oder sollen in diesem Jahr in Betrieb gehen.

Vorab zwei Hinweise

Das Geschäftsjahr von Almonty ist das Kalenderjahr. Die Zahlen für das letzte Jahr werden erst am 26. März veröffentlicht. Für einen besseren Vergleich werde ich daher mit den Trading Twelve Months (TTM) arbeiten. Sie fassen die Ergebnisse der letzten vier Quartale zusammen, also hier von Q4/24 bis Q3/25.

Almonty ist ein kanadisches Unternehmen und die Währungsangaben aus der GuV und der Bilanz sind kanadische Dollar. Der Preis für Wolfram wird dagegen in US-Dollar angegeben.

Der Umsatz bei Almonty steigt

Der Umsatz bei Almonty ist top: Er steigt kontinuierlich und hat in den TTM das erste Mal die Marke von 30 Mio. Dollar übersprungen.

Umsatz Almonty

JahrMio. Dollar
202120,847
202224,796
202322,510
202428,836
TTM30,075

Allerdings: Ein Jahresumsatz von 30 Mio. Dollar ist nicht viel. Almonty müsste diesen Umsatz zu skalieren, um effizienter zu arbeiten.

Doch das gelingt nicht: Die Bruttomarge ist auf 1,9 Prozent gefallen. Dies bedeutet, dass die Umsatzkosten überproportional steigen und den Umsatzanstieg weitgehend neutralisieren.

Info: Die Bruttomarge (auch: Bruttogewinnmarge) sagt aus, wie viel nach Abzug der Umsatzkosten übrig bleibt. Von dieser Summe müssen die Ausgaben für das operative Tagesgeschäft, Zinsen und Steuern bezahlt werden.

Bruttomarge Almonty

JahrBruttomage in Prozent
202115,1
202210,3
20234,8
20246,8
TTM1,9

Oder mit anderen Worten: Von 100 Dollar Umsatz bleiben nach Abzug der Umsatzkosten noch 1,90 Dollar übrig, um die Ausgaben für die allgemeine Verwaltung, das Marketing, Steuern und Zinsen zu bezahlen.

Ergo: Almonty kann derzeit nicht profitabel arbeiten. Die Umsatzkosten steigen schneller als der Umsatz.

Daher wundert es nicht, dass Almonty in den letzten Jahren keine Gewinne erzielt hat, sondern nur Verluste meldete. Und diese Verluste haben sich sogar noch ausgeweitet. Der gestiegene Umsatz äußert sich daher nicht im Gewinn.

Verlust Almonty

JahrMio. Dollar
2021– 7,750
2022– 14,490
2023– 8,837
2024– 16,298
TTM– 65,427

Almonty: Blick in die Bilanz

Bisher haben wir uns ausschließlich mit der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) beschäftigt – sie zeigt uns die Erfolgsseite eines Unternehmens und verrät, wie viel in einem Geschäftsjahr verdient (oder verloren) wurde.

Für die Vermögens- und Finanzlage muss man in die Bilanz schauen. Sie liefert eine Momentaufnahme zu einem ganz bestimmten Stichtag.

Zusammengefasst: Während die GuV die dynamische Erfolgsentwicklung über die Zeit darstellt („Wie hat das Unternehmen im letzten Jahr gewirtschaftet?“), zeigt die Bilanz die statische Bestandsgröße an einem Stichtag („Wie steht das Unternehmen heute da – finanziell und vermögensmäßig?“).

So lässt sich beurteilen, ob ein Unternehmen liquide ist, ob es zu risikoreich fremdfinanziert ist oder ob es über eine ausgewogene Mischung aus langfristigem Vermögen und kurzfristig verfügbaren Mitteln verfügt.

Almonty ist wieder kurzfristig liquide

Was auffällt: Im gesamten Betrachtungszeitraum war Almonty kurzfristig nicht liquide (negatives Working Capital). Erst in den TTM wurde diese Kennzahl positiv.

Das heißt: Der Konzern musste an die Reserven und Schulden aufnehmen, um das operative Tagesgeschäft zu finanzieren.

Info: Ein positives Working Capital (Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten) zeigt, dass das Unternehmen über ausreichend kurzfristige Vermögenswerte verfügt, um seine kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken. Es zeigt, ob sich das operative Tagesgeschäft weitgehend selbst finanziert oder ob es auf zusätzliche kurzfristige Finanzierung angewiesen ist.

Kurzfristige Liquidität (Working Capital) Almonty

JahrMio. Dollar
2021– 39,927
2022– 46,464
2023– 44,679
2024– 43,284
TTM+ 57,587

Was auffällt: In den TTM ist das einzige Mal, dass Almonty kurzfristig liquide ist. Das liegt vor allem an der Erhöhung der Cashbestände.

Info: Cashbestände umfassen Bargeld und kurzfristige Investments, die innerhalb von drei Monaten ohne Wertverlust liquide gemacht werden können.

Verfügte Almonty 2024 nur über 7,83 Mio. Dollar an Cash, so stiegen sie in den TTM auf sagenhafte 111,6 Mio. Dollar. Ein Plus von über 1300 Prozent. Dieses Plus hat einen Grund: Kapitalerhöhungen.

Im Umlauf befindliche Almonty-Aktien in Millionen

JahrAktien in Millionen
2021138,5
2022144,0
2023155,9
2024176,9
TTM224,8

Zur Info: Am 7. Juli 2025 führte Almonty einen Reverse Split von 3:2 durch. Das heißt: 1,5 alte Aktien wurden eine neue, so dass sich die Zahl der im Umlauf befindlichen reduzierte. In der obigen Tabelle wurde die Gesamtzahl der Aktien um den Reverse Split bereinigt.

Das zeigt: Almonty hat sich frisches Kapital von Investoren durch das Herausgeben neuer Aktien beschafft. Und diese Orgie geht weiter.

Der Vorstand ist autorisiert, eine unbegrenzte Anzahl an weiteren Aktien herauszugeben. Auf diese Autorisierung muss er nutzen, um das nicht-profitable Tagesgeschäft zu finanzieren.

So kamen in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 (splitbereinigt) 47,9 Millionen neue Aktien hinzu. So viel wie noch nie zuvor.

Das führte jedoch auch dazu, dass Almonty seine Eigenkapitalquote gesteigert hat. Auf fast 40 Prozent.

Info:Die Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital an. Je höher sie ist, desto weniger ist das Unternehmen von Fremdkapital abhängig.

Eigenkapitalquote Almonty in Prozent

JahrProzent
202122,6
202220,6
202320,6
202415,2
Q3/2539,6

Besonders auffällig: Von 2023 auf 2024 sank die Eigenkapitalquote um über 5 Prozentpunkte – trotz der Kapitalerhöhung (frisches Geld für 21 Mio. Aktien). Das Geld ist sofort in das nicht-profitable Tagesgeschäft geflossen.

Von Ende 2023 bis Q3/2025 erholte sich die Quote dank der größten Kapitalerhöhung der letzten Jahre auf 40 Prozent. Parallel dazu …

  • … explodierten die Verluste (8,8 Mrd. Dollar auf 65,4 Mrd. Dollar)
  • … brach die die Bruttomarge von 4,8 Prozent auf 1,9 Prozent ein
  • … gab es weitere Kapitalerhöhungen (plus 68,9 Mio. Aktien)
  • … stiegen die Schulden von 95,9 Mio. auf 174,4 Mio. Dollar.

Fazit: Der Konzern arbeitet hochgradig unprofitabel, die operative Marge schmilzt dahin, und das laufende Geschäft sowie die Verluste werden primär durch wiederholte Kapitalerhöhungen (neues Eigenkapital von Investoren) und in geringerem Maße durch Fremdkapital finanziert – ein klassisches Muster bei stark wachsenden, aber Cash verbrennenden Unternehmen.

Almonty investiert in seine Minen

Der Blick in die Vergangenheit lässt nur einen Schluss zu: Es sieht wirklich nicht gut aus. Die entscheidende Frage lautet daher: Wie sieht die Zukunft aus?

Es ist kein Geheimnis, dass der Konzern voll und ganz auf einen Durchbruch bei dem von ihm geförderten Rohstoff setzt – gerade vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und dem Ziel, die Abhängigkeit von China zu reduzieren.

Ein erster Blick auf die Bilanz unterstreicht diese Strategie: Das Anlagevermögen ist von Ende 2021 bis Ende Q3/2025 um 96,6 Prozent gestiegen.

Info: Anlagevermögen sind Assets, die eine Haltbarkeit von über einem Jahr haben. Der Konzern will mit ihnen langfristig Geld verdienen.

Noch auffälliger: Der Anteil der Mining Assets (Bergbauvermögen) am gesamten Anlagevermögen kletterte im selben Zeitraum von 70,7 Prozent auf 87,7 Prozent.

Kurz gesagt: Fast alles, was das Unternehmen langfristig investiert hat, dreht sich mittlerweile um Bergbau – Minen, Förderanlagen, Abbaurechte und Ressourcen.

Das lässt nur einen Schluss zu: Der Konzern will (und muss) seine Minen monetarisieren, um die massiven Verluste der Vergangenheit irgendwann auszugleichen und profitabel zu werden.

Ob das realistisch ist, hängt entscheidend von den vorhandenen Ressourcen und Reserven ab – also von der Menge, Qualität, Förderkosten und Marktfähigkeit des Rohstoffs. Genau darauf schauen wir im nächsten Schritt.

Auf diese Menge sitzt Almonty!

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie rentabel die Reserven sind, auf denen Almonty sitzt. Derzeit unterhält Almonty nur 6 Minen, von denen eine in Betrieb ist (Portugal) und zwei gerade hochgefahren werden (Südkorea und Montana).

Hinweis: Im Folgenden beziehe ich mich ausschließlich auf die Reserven und lasse die Ressourcen außen vor.

Der Unterschied zwischen beiden liegt in der Art der Verfügbarkeit: Bei Ressourcen kennt man lediglich die Menge, weiß jedoch nicht, ob ihr Abbau technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Bei Reserven hingegen liegen detaillierte Machbarkeitsstudien vor. Sie bestätigen, dass die Menge unter den gegebenen Bedingungen tatsächlich wirtschaftlich abgebaut werden kann.

Eine grobe Faustregel lautet: Bei Reserven weiß man, dass man sie abbauen kann und damit noch Geld verdient.

Almonty in Portugal (Panasqueria)

ReserveMenge in ktAnteil Wolfram in %Anteil Wolfram in kgCut-Off in %
Proven7750,221.705.0000,12
Probable1.1760,192.234.4000,12

Info: „Proven Reserves“ („nachgewiesene Reserven“) sind diejenigen, bei denen es aufgrund detaillierter Machbarkeitsstudien und geologischer Daten eindeutig bewiesen ist, dass die angegebene Menge wirtschaftlich abgebaut werden kann.

Info: Bei „Probable Reserves“(„wahrscheinliche Reserven“) hingegen basiert die Einschätzung der Wirtschaftlichkeit auf geologischen und technischen Analysen, die jedoch noch nicht mit der gleichen Sicherheit wie bei den nachgewiesenen Reserven belegt sind. Hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die Menge wirtschaftlich abbauen lässt.

Info: Der Cut-off ist der minimale Gehalt (Konzentration) eines wertvollen Metalls oder Minerals in einer Tonne Erz, ab dem der Abbau und die Verarbeitung unter den aktuellen Bedingungen wirtschaftlich sinnvoll (profitabel) sind.Grob zusammengefasst: Nur wenn mindestens so viel Wolfram drin ist, verdient man Geld.

Panasqueira kann derzeit 58.750 MTU pro Jahr fördern. Ab Mitte 2027 soll die Produktionskapazität auf 124.000 MTU hochgefahren werden.

Almonty hat feste Fixpreise mit seinen Abnehmern vereinbart. Für die Jahre 2024 und 2025 wurden sie mit 276 Dollar je MTU verkauft. Aufgrund des gestiegenen Preises halte ich es für wahrscheinlich, dass Almonty diese Preise erhöhen wird. Ich bin auf die Zahlen im März gespannt.

Almonty in Südkorea (Sangdong)

Bei der Mine in Sangdong gibt es nach jetzigem Stand nur die Probable-Reserven

ReserveMenge in ktAnteil Wolfram in %Anteil Wolfram in kgCut-Off in %
Probable8.5790,4236.031.8000,16 – 0,18

Sangdong könnte zum Gamechanger werden. Derzeit fährt Almonty die Mine hoch, im Laufe des ersten Halbjahres soll die Anlage laufen.

Almonty rechnet mit einer Nettogewinnmarge zwischen 30 und 40 Prozent und kalkuliert mit einem MTU-Preis von 350 US-Dollar. Der Gewinn je MTU läge damit bei 105 US-Dollar.

Bei voller Auslastung ergäbe sich ein Gewinn von 24,15 Mio. US-Dollar! Das sind über 30 Mio. kanadische Dollar. Der Gesamtumsatz der TTM.

Die Kosten je MTU liegen demnach bei 245 US-Dollar. Das ist der Break-Even-Preis. Jeder Cent mehr führt in die Gewinnzone. Und hier hat Almonty einen Prima-Hebel.

Sollte Almonty die volle Jahreskapazität an MTU für 100 US-Dollar mehr verkaufen, dann erhöht sich der Nettogewinn um 6,9 Mio. US-Dollar.

Almonty: Mine in Montana nicht überbewerten

Die Mine in Montana hat Almonty im November 2025 gekauft. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Förderung, die im zweiten Halbjahr 2026 beginnen soll.

Almonty hat diese Mine im November übernommen. Was im technischen Report sofort auffällt: Hier sind nur Ressourcen angegeben, jedoch keine Reserven. Es liegt demnach keine Machbarkeitsstudie vor und ob oder wie die Mine wirtschaftlich betrieben werden kann.

In seinen Berichten gibt Almonty den Gesamtinhalt der Mine in Montana an, die einen geschätzten Cut-Off von 0,10 Prozent hat, mit 7,53 Mrd. t an. Das ist korrekt, jedoch sind die Angaben unter „Inferred“ mit rd. 2,6 Mio. t. Es handelt sich hierbei um eine Schätzung mit niedrigem Vertrauensniveau.

Die restlichen 4,9 Mio. t sind geologisch zwar gut nachgewiesene, aber es fehlen Machbarkeitsstudien. Ob der Abbau technisch und – vor allem – wirtschaftlich möglich ist, ist dagegen nicht bewiesen. Daher darf Almonty diese Zahlen nicht in Investoren-Präsentationen verwenden.

Hinzu kommt: Bei einer Machbarkeitsstudie kann man oft einige Prozente der Ressourcen nicht in die Reserven überführen. Das können bis zu 50 Prozent sein. Es gibt also ein hohes Risiko des Übertragungsverlusts.

Dennoch mache ich mir derzeit nicht allzu viele Sorgen, denn die Preise für Wolfram sind in den letzten Jahren rapide gestiegen. Es ist daher plausibel, dass das Wolfram in Montana wirtschaftlich abgebaut werden kann. Allerdings muss der Wolfram-Preis auf diesem hohen Niveau bleiben. Sollte er sinken, gerät die (vermutete) Wirtschaftlichkeit stark unter Druck.

Einstieg bei Almonty? Aktuell eher: Finger weg!

Die GuV von Almonty sieht weiterhin alles andere als erfreulich aus. Das Unternehmen steckt tief in den roten Zahlen und arbeitet im operativen Kerngeschäft nach wie vor mit Verlust. Der zuletzt gestiegene Umsatz schlägt sich nicht in höheren Gewinnen nieder – im Gegenteil: Die Bruttomarge ist auf ein sehr schwaches 1,9 Prozent eingebrochen und der operative Verlust hat sich weiter ausgeweitet.

Dass Almonty bislang einer Insolvenz entgangen ist, verdankt es vor allem seinen Investoren. Diese haben die fortlaufend neu emittierten Aktien gekauft und so frisches Kapital bereitgestellt. Allein von Januar bis Ende September 2025 wurden 47,9 Millionen neue Aktien ausgegeben – ein neuer Höchststand.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Zahl im vierten Quartal noch einmal deutlich gestiegen ist. Genaueres werden wir spätestens am 26. März erfahren, wenn die vollständigen Jahreszahlen für 2025 veröffentlicht werden. Bis dahin gehe ich davon aus, dass das Eigenkapital weiter gelitten hat, da das Tagesgeschäft nach wie vor erheblich mehr Geld verbrennt, als es einbringt.

Die zukünftige Entwicklung von Almonty hängt entscheidend davon ab, ob und wie stark die Mine in Südkorea (Sangdong) anspringt und die hohen Erwartungen erfüllt. Die Vorzeichen stehen hier grundsätzlich günstig – nicht zuletzt, weil Almonty hier an einem mächtigen Hebel sitzt.

Während der Vorstand mit einem MTU-Preis von 350 US-Dollar rechnet, liegt der Spotpreis bei über 1000 US-Dollar. Selbst wenn Almonty großzügig Rabatte im Vergleich zum Marktpreis gewährt, kann Sangdong tatsächlich zum erhofften Geldregen werden.

Die kürzlich in Montana erworbene Mine lässt sich derzeit aus Investorensicht kaum seriös bewerten: Almonty hat sie im November 2025 übernommen, der Abbau soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen – eine aktuelle Machbarkeitsstudie fehlt jedoch bislang komplett. Das ist ein erhebliches Risiko. Ab welchem Wolframpreis diese Mine wirklich profitabel werden kann, weiß derzeit niemand verlässlich.

Alle übrigen Projekte des Unternehmens sind gegenwärtig nicht in Produktion.

Ich werde mir die Jahreszahlen auf jeden Fall genau ansehen und die weitere Entwicklung – insbesondere den operativen Fortschritt in Südkorea und die Auswirkungen auf die GuV – sehr genau beobachten. Nach aktuellem Stand erscheint mir ein Einstieg jedoch noch nicht attraktiv. Ich warte erst einmal auf die Zahlen. Die Almonty-Aktie bleibt solange auf der Watchlist.

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