Die Aktie von Almonty gab am Dienstag um 3,8 Prozent nach und ging bei einem Schlusskurs von 11,59 Euro aus dem Handel. Für diesen Tagesrückgang lag keine spezifische Unternehmensmitteilung oder operative Erklärung vor. Die Kursbewegung fügt sich in eine Konsolidierungsphase ein, während bei der Gesellschaft strategische und strukturelle Anpassungen im Fokus stehen.
Geordneter Verkauf verbleibender Depotzertifikate
Eine anstehende Maßnahme betrifft die Handelsstruktur der Wertpapiere. Für verbleibende CHESS Depositary Interests plant das Unternehmen eine Fazilität zum Zwangsverkauf. Dieses Verfahren soll am 9. November beginnen und bis zum 9. Dezember 2026 laufen, um die betroffenen Zertifikate geordnet abzuwickeln.
Operativer Hochlauf und Aktienrückkauf
Operativ meldete Almonty vor gut einer Woche deutliche Fortschritte bei seinem Kernprojekt. Vorstandschef Lewis Black teilte in einem Aktionärsbrief mit, dass die Mine Sangdong Wolframkonzentrat produziert habe, das für den Export bereitstehe. Parallel dazu läuft der Ausbau im Rahmen der Phase II, während das Unternehmen seine Lieferstrategie über Südkorea, Europa und Ruanda weiter vertieft.
Neben den operativen Schritten in Sangdong nutzte das Unternehmen liquide Mittel zur Pflege der Kapitalbasis. Vor gut einer Woche gab Almonty bekannt, 2.914.739 eigene Aktien zur anschließenden Einziehung erworben zu haben. Für diesen Rückkauf wendete der Konzern rund 48 Millionen US-Dollar auf.
Auf Unternehmensebene vollzog Almonty vor gut einer Woche zudem einen Wechsel bei der Rechnungslegung. PricewaterhouseCoopers LLP wurde mit Wirkung vom 29. September zum neuen Abschlussprüfer ernannt und löste Zeifmans LLP ab. Die Übergabe erfolgte laut Unternehmensangaben ohne Meinungsverschiedenheiten bezüglich Bilanzierung oder Prüfungsmethoden; modifizierte Prüftestates bestanden für die beiden vorangegangenen Geschäftsjahre nicht.
Bereinigte Personalfragen und Prüferwechsel
Rechtliche Klarheit schuf ein Vergleich mit Pure Tungsten. Das Unternehmen veröffentlichte eine berichtigende Erklärung, wonach Tiger Kim zu keinem Zeitpunkt als leitender Angestellter, Vorstandsmitglied oder Direktor für Almonty tätig war. Seine Rolle als unabhängiger Auftragnehmer war bereits mit Ablauf des 31. Dezember 2015 beendet worden.
Mit einer Börsenbewertung von umgerechnet rund 2,75 Milliarden Euro setzt der Konzern seinen strategischen Kurs fort. Für Investoren stehen neben der planmäßigen Abwicklung der Depotzertifikate im Spätherbst vor allem die nächsten Schritte beim Hochlauf der Wolframproduktion im Mittelpunkt.
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