Almonty Aktie: Umsatz springt um 221 Prozent

Almonty Industries profitiert von Chinas Exportbeschränkungen für Wolfram. Die Sangdong-Mine in Südkorea soll westliche Lieferketten sichern.

Auf einen Blick:
  • Kursplus von 458 Prozent in zwölf Monaten
  • China drosselt Wolfram-Exporte drastisch
  • Sangdong-Mine als strategische Notfallinfrastruktur
  • Umsatzsprung auf 25,4 Millionen Dollar im Q1

Es gibt eine besondere Kategorie von Unternehmen. Sie entsteht nicht aus einem cleveren Geschäftsplan, sondern aus einem geopolitischen Bruch — ein Unternehmen, dessen Wertversprechen in Peking geschrieben wurde, nicht in einem Vorstandsbüro. Almonty Industries gehört dazu. Der Kursanstieg von 458 Prozent in zwölf Monaten ist weniger eine Geschichte unternehmerischer Exzellenz als eine Geschichte über einen strukturellen Riss in der globalen Rohstoffversorgung — und der wird noch größer.

Als Peking ein Metall zur Waffe machte

Anfang 2025 kündigte China Exportbeschränkungen für kritische Mineralien an, darunter Wolfram. Was folgte, war kein temporärer Handelsstreit. Die neuen Exportlizenzen für Wolfram-APT trafen westliche Abnehmer sofort und hart.

Wolfram ist nicht ersetzbar. Sein einzigartiger Eigenschaft — der höchste Schmelzpunkt aller Elemente — macht es unverzichtbar für Schneidwerkzeuge, Munition, Panzerung und die Halbleiterfertigung. Für westliche Rüstungs- und Industriekäufer war das keine abstrakte Bedrohung.

Washington hat den 1. Januar 2027 als Frist gesetzt. Ab dann dürfen für Rüstungsanwendungen keine Wolfram-Lieferungen mehr aus China, Russland, Iran und Nordkorea bezogen werden. Diese Frist ist sechs Monate entfernt. Der Druck ist real.

Die einzige Mine, die antworten kann

In diesem Kontext muss Almontys Sangdong-Mine in Südkorea verstanden werden — nicht als Bergbauprojekt, sondern als Notfallinfrastruktur für westliche Regierungen, die eine Lieferkette wiederaufbauen, die sie jahrzehntelang verkümmern ließen.

Am 17. März 2026 hielt Almonty eine offizielle Inbetriebnahmezeremonie in der Provinz Gangwon ab. Sangdong gilt als eine der größten und erzreichsten Wolfram-Lagerstätten der Welt. Die Anlage ist fertiggestellt, der Übergang zum kommerziellen Betrieb hat begonnen.

Kurz darauf verlegte Almonty seinen Firmensitz von Toronto nach Dillon, Montana. Das ist ein Signal, keine bloße Logistikentscheidung. Das Unternehmen positioniert sich als heimisch ausgerichteter Lieferant — nicht als ausländischer Bergbaukonzern mit US-Listing.

Umsatzwende, nicht nur eine Preisstory

Der Kursanstieg von 121 Prozent seit Jahresbeginn spiegelt etwas wider, das über Rohstoffspekulationen hinausgeht. Almonty hat eine finanzielle Schwelle überschritten, die Entwicklungsunternehmen von echten Produktionsbetrieben trennt.

Der Umsatz im ersten Quartal 2026 stieg um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar — getragen von höheren Wolfram-APT-Spotpreisen und der starken Leistung der Panasqueira-Mine in Portugal. Sangdong hat noch keinen vollen Beitrag geleistet. Die Mine wurde erst im März in Betrieb genommen, der Hochlauf fließt noch nicht vollständig durch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Der operative Cashflow drehte auf plus 9,7 Millionen Dollar, nach minus 4,4 Millionen im Vorjahresquartal. Der Nettoverlust schrumpfte auf 5,3 Millionen Dollar — verglichen mit 34,6 Millionen im ersten Quartal 2025. Der Rückgang erklärt sich vor allem durch das Fehlen eines damaligen Einmaleffekts: Im Vorjahr hatte eine nicht-zahlungswirksame Neubewertung von Optionsverbindlichkeiten das Ergebnis mit 25,8 Millionen Dollar belastet.

Die Kasse zeigt zum 31. März 26 einen Stand von 259,9 Millionen Dollar, das Nettoumlaufvermögen liegt bei 169,5 Millionen Dollar. Das sind keine Zahlen eines spekulativen Wettscheins, der auf einen Katalysator wartet.

Was der Chart sagt — und was nicht

Technisch ist das Bild differenzierter als der Headline-Gewinn vermuten lässt. Bei 26,54 CAD notiert die Aktie knapp 2,4 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 27,20 CAD — eine leichte Konsolidierung, kein Momentum. Das April-Hoch von 33,35 CAD liegt noch 20 Prozent entfernt. Der Markt verdaut das Tempo der Bewegung, statt sie blind fortzuschreiben.

Ein RSI von 52,6 zeigt weder überkaufte noch schwache Verhältnisse. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von knapp 99 Prozent macht deutlich: Almonty handelt noch immer stärker auf Nachrichtenfluss und Makroschlagzeilen als auf Fundamentaldaten allein. Das ist die Natur dieser Kategorie von Unternehmen.

Das strukturelle Argument

Die finanzielle Ausgangslage ist solide. Kassenbestand und Umlaufvermögen geben Almonty den Spielraum, Sangdong weiterzuentwickeln und weitere Wolframprojekte voranzutreiben.

Wenn die Spaltung zwischen chinesisch kontrollierten und westlich kontrollierten Wolfram-Lieferketten dauerhaft wird, ist der Wert einer vollständig genehmigten, produzierenden, westlich ausgerichteten Wolfram-Operation mit Rüstungsabnahmeverträgen schwer zu replizieren. Und schwer nach unten neu zu bewerten.

Reicht der operative Hochlauf bei Sangdong aus, um die aktuelle Bewertung von rund 4,6 Milliarden Euro Marktkapitalisierung zu rechtfertigen — oder ist der Abstand zum April-Hoch der Weg des Marktes, Liefernachweise einzufordern? Die Antwort hängt davon ab, ob die Produktionsrampe, der Phase-2-Zeitplan und die Rüstungsbeschaffungsfrist bis Januar 2027 zusammenlaufen. Sechs Monate bleiben.

Almonty Industries-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty Industries-Analyse vom 20. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Almonty Industries-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty Industries-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Almonty Industries: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)