Der Umsatz verdreifacht, die Aktie auf Kursfeuerwerk — und trotzdem steht unter dem Strich ein Verlust. Bei Almonty Industries klaffen Buchhaltung und operative Realität derzeit weit auseinander.
Starkes Quartal, buchhalterischer Haken
Am 11. Mai veröffentlichte der Wolframproduzent seine Zahlen für das erste Quartal 2026. Der Umsatz kletterte auf 25,4 Millionen CAD — ein Plus von 221 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das übertraf die Markterwartungen deutlich.
Unterm Strich stand dennoch ein Nettoverlust von 5,26 Millionen CAD. Der Grund: nicht zahlungswirksame Neubewertungseffekte von insgesamt 8,4 Millionen CAD. Davon entfielen 6,4 Millionen auf eingebettete Derivatverbindlichkeiten und 2,0 Millionen auf Optionsscheinverbindlichkeiten — ausgelöst durch den gestiegenen Aktienkurs selbst. Operativ läuft das Geschäft besser: Das bereinigte EBITDA lag bei 6,1 Millionen CAD, der operative Cashflow bei 9,7 Millionen CAD.
Sangdong als strategische Trumpfkarte
Am 17. März schloss die Sangdong-Mine in Südkorea ihre Phase-1-Inbetriebnahme ab. Die Anlage soll langfristig rund 40 Prozent der weltweiten Wolframproduktion außerhalb Chinas liefern. Das ist der Kern der Investitionsthese.
Bank of America hat die Aktie jüngst zum Kauf empfohlen. Die Analysten verweisen auf die wachsende Nachfrage aus Hightech- und Rüstungsindustrie. Westliche Staaten wollen ihre Abhängigkeit von chinesischen Rohstofflieferungen reduzieren. Almonty betreibt eine der wenigen großen Wolframminen außerhalb Chinas — und sitzt damit an einem strategisch wichtigen Punkt.
DA Davidson hält ebenfalls an einem Kursziel von 25,00 USD fest. Zacks Investment Research hat die Aktie zuletzt auf „Kaufen“ hochgestuft. Der Median aller Wall-Street-Kursziele liegt bei 19,30 CAD.
Kurssprung an allen Börsen
Am 21. Mai reagierten die Märkte. An der Nasdaq stieg die Aktie um 6,52 Prozent auf 18,79 USD. An der australischen ASX legte sie 7,63 Prozent auf 26,51 AUD zu. In Toronto gewann sie 6,72 Prozent auf 25,89 CAD. Auf Tradegate erreichte sie ein Tageshoch von 16,215 EUR, ein Plus von 7,19 Prozent.
Neben Wolfram baut Almonty ein zweites Standbein auf. Ab 2026 liefert das Unternehmen Molybdän an die südkoreanische SeAH Group — 5.600 Tonnen pro Jahr zu einem Mindestpreis von 19 USD je Pfund. Das entspricht garantierten Mindesterlösen von 234 Millionen USD jährlich. Dieser Vertrag könnte die Umsatzbasis mittelfristig grundlegend verändern.
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