Almonty Aktie: SeAH M&S sichert Molybdän

Almonty Industries erschließt neues Molybdän-Vorkommen in Südkorea und meldet starke Quartalszahlen mit Umsatzplus von 221 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Exklusiver Abnahmevertrag mit SeAH M&S
  • Umsatzsprung auf 25,4 Millionen US-Dollar
  • Molybdän-Produktion startet Ende 2026
  • Geopolitische Exportbeschränkungen als Chance

Südkorea steckt in einer Versorgungskrise für Molybdän. Die Regierung ruft private Unternehmen auf, den kritischen Rohstoff zu sichern. Almonty Industries reagiert darauf mit hohem Tempo. Der bisherige reine Wolfram-Entwickler baut sein Sangdong-Projekt massiv aus.

Abnahmevertrag bereits unterzeichnet

Das laufende Bohrprogramm für Molybdän liefert erste Ergebnisse. Rund 37 Prozent der geplanten 26 Bohrlöcher sind abgeschlossen. Die gemessenen Erzgehalte bestätigen dabei historische Daten. Der Zeitpunkt ist günstig. Die Spotpreise für Molybdän kletterten im vergangenen Jahr um gut 23 Prozent.

Das Projekt hebt sich deutlich von frühen Explorationsphasen ab. Almonty hat bereits einen exklusiven Abnahmevertrag mit SeAH M&S unterzeichnet. Der südkoreanische Verarbeiter kauft die künftige Produktion über die gesamte Lebensdauer der Mine.

Die Genehmigungen für Bergbau und Umwelt liegen vollständig vor. Ende 2026 soll die Produktion starten. Bei voller Auslastung wird die Anlage jährlich etwa 5.600 Tonnen Molybdän liefern.

Ein großer Vorteil: Das Molybdän-Vorkommen liegt nur 150 Meter vom bestehenden Wolfram-Projekt entfernt. Das ermöglicht erhebliche Einsparungen bei der Infrastruktur.

Rekordzahlen im Kerngeschäft

Parallel dazu liefert das Kerngeschäft starke Zahlen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar.

Auch die Profitabilität verbessert sich. Der operative Cashflow drehte deutlich ins Plus und erreichte 9,7 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 6,1 Millionen US-Dollar.

Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 5,3 Millionen US-Dollar. Dieser resultiert jedoch aus unbaren Buchverlusten. Die Neubewertung von Derivaten und Optionsscheinen belastete das Ergebnis. Der Grund dafür war der gestiegene Aktienkurs.

Die Liquidität bleibt mit rund 260 Millionen US-Dollar äußerst komfortabel. Das Unternehmen verfügt über ausreichend Kapital für die nächsten Expansionsschritte.

Geopolitischer Rückenwind

Der geopolitische Druck spielt Almonty in die Karten. China hat Anfang 2025 Exportbeschränkungen für kritische Mineralien wie Wolfram erlassen. Die USA verbieten ihren Rüstungskonzernen ab Januar 2027 den Bezug aus China und Russland. Diese Fristen werten den Sangdong-Komplex massiv auf.

Als nächster Schritt steht der Abschluss des Bohrprogramms an. Danach folgt die offizielle Ressourcenschätzung für das Molybdän-Vorkommen. Sobald die exakte Ausdehnung des Erzkörpers feststeht, will Almonty direkt mit dem Abbau beginnen.

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