Almonty Industries legt am Montag um rund 3,83 Prozent zu. Der Auslöser: ein planmäßiges Unternehmensupdate zur Wolfram-Mine Sangdong in Südkorea. Zeitgleich rückt der Rohstoff Wolfram wegen seiner Bedeutung für westliche Verteidigungslieferketten stärker in den Fokus von Investoren.
Erzlager wächst, Anlage läuft an
Sangdong ist das zentrale Projekt der Kanadier. Das Unternehmen will damit zu einem führenden Lieferanten kritischer Mineralien außerhalb Chinas werden.
Zum Ende des zweiten Quartals 2026 lag der Erzbestand bei rund 139.700 Tonnen. Der durchschnittliche Gehalt liegt bei etwa 0,25 Prozent Wolframtrioxid. Allein 19.700 Tonnen davon stammen aus dem jüngsten Quartal.
Am 1. Juli 2026 hat Almonty einen wichtigen Schritt vollzogen: Die Verarbeitungsanlage in Sangdong nahm den Betrieb auf. Das Unternehmen verarbeitet jetzt sein gelagertes Erz zu verkaufsfähigem Wolframkonzentrat. Das Management betont, dass der Erzgehalt in Sangdong deutlich höher liegt als in der eigenen Mine Panasqueira in Portugal.
Pentagon als Preistreiber
Berichte von wallstreetONLINE vom Montag lenkten zusätzlich die Aufmerksamkeit auf das US-Verteidigungsministerium. Demnach könnten strategische Schritte der Behörde den Wolframmarkt in Bewegung bringen.
Der Rohstoff gilt als kritisch für Luft- und Raumfahrt, Halbleiter und Rüstungstechnik. Sangdong soll bei voller Kapazität rund 40 Prozent der weltweiten Wolframversorgung außerhalb Chinas liefern. Diese Position weckt zunehmend Interesse bei institutionellen Investoren und Akteuren der Verteidigungsindustrie, die ihre Lieferketten breiter aufstellen wollen.
Kapital für die letzte Bauphase
Die Finanzierung von Sangdong steht auf solidem Fundament. Im Dezember 2025 hat Almonty eine aufgestockte Aktienplatzierung abgeschlossen und dabei brutto 129,375 Millionen US-Dollar eingenommen. Das Geld ist für die letzten Schritte der Sangdong-Entwicklung und allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen.
Nach Abschluss der Platzierung zog Almonty im Dezember 2025 seinen bisherigen Basisprospekt zurück. Der Firmensitz liegt inzwischen in Dillon, Montana — ein Schritt, der die Nähe zu nordamerikanischen Industrie- und Verteidigungsinteressen stärken soll.
Der Hochlauf in Südkorea läuft. Anleger richten den Blick jetzt auf die nächsten Produktionsmeilensteine und darauf, wann aus dem Ramp-up stabile Umsätze werden.
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