Innerhalb weniger Wochen verdichten sich bei Almonty Industries die Entscheidungen: Ein neuer Finanzchef tritt sein Amt an, Aktionäre stimmen über eine Milliarden-Kapazitätserweiterung ab — und das alles vor dem Hintergrund eines Quartals, das die Unternehmensgeschichte neu schreibt.
Wall-Street-Veteran übernimmt die Finanzen
Ab 1. Juni leitet Jorge Beristain als Chief Financial Officer die Finanzen des Wolframproduzenten. Beristain war zuletzt Vice President Finance bei Ryerson Holding Corp, einem an der NYSE notierten Metallhändler mit rund fünf Milliarden US-Dollar Jahresumsatz, wo er maßgeblich dazu beitrug, die Marktkapitalisierung des Unternehmens zu verdoppeln. Davor rangierte er als Managing Director und Head of Americas Metals & Mining Equity Research bei Deutsche Bank Securities unter den Top-Drei-Analysten der Branche.
Bis zu seinem Amtsantritt übernimmt Guillaume de Lamaziere, bislang Chief Development Officer, die Interims-CFO-Funktion. Sein Vorgänger Brian Fox schied mit sofortiger Wirkung aus.
Sangdong Phase 2 kommt zur Abstimmung
Eine Woche nach Beristains Start, am 9. Juni, findet in Toronto die Hauptversammlung statt. Auf der Tagesordnung steht neben der Wahl von sieben Direktoren und der Prüferbestellung vor allem die Erweiterung der Sangdong-Mine in Südkorea: Aktionäre sollen über eine Kapazitätsausweitung auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr bis 2027 abstimmen.
Bei Genehmigung könnte Sangdong jährlich mehr als 460.000 Metrik-Tonnen-Einheiten Wolfram produzieren — das entspräche rund 40 Prozent des Markts außerhalb Chinas. Peking hat zuletzt seine Exportkontrollen für Wolfram verschärft, was die Preise für Ammoniumparawolframat (APT) von rund 862 US-Dollar pro MTU Anfang Januar auf etwa 3.140 US-Dollar bis Anfang Mai getrieben hat — mehr als eine Verdreifachung in wenigen Monaten.
Rekordquartal liefert Rückenwind
Die Zahlen für das erste Quartal 2026 unterstreichen den Schwung: Der Umsatz stieg um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar. Die liquiden Mittel beliefen sich Ende März auf 259,9 Millionen US-Dollar, das Working Capital auf 169,5 Millionen US-Dollar.
Strukturell kommt Almonty ein US-Beschaffungserlass zugute, der ab Januar 2027 chinesisches Wolfram aus westlichen Verteidigungslieferketten ausschließt. Das Unternehmen hat seinen Konzernsitz indes von Toronto nach Dillon, Montana verlegt — eine symbolische wie strategische Annäherung an US-Verteidigungs- und Industriepartner.
Kursrückgang nach außergewöhnlicher Rally
Die Aktie schloss zuletzt bei 24,02 CAD — ein Minus von rund 25 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 32,07 CAD. Auf Jahressicht hat sich der Kurs dennoch nahezu verdoppelt. Fidelity ist inzwischen mit einem Anteil von 6,5 Prozent als neuer Großaktionär eingestiegen und gesellt sich damit zu Van Eck Associates und Encompass Capital Advisors.
Der Juni wird zeigen, ob die Aktionäre die Expansionspläne mittragen — und ob Beristain die Kapitalmarktkompetenz mitbringt, die Almonty für die nächste Wachstumsphase braucht.
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