Der Wolfram-Förderer Almonty hat sein Listing an der Toronto Stock Exchange und der Australian Securities Exchange beendet. Die Nachricht vom Rückzug von den beiden Handelsplätzen sorgte am Wochenende für erhebliche Unruhe unter Anlegern und schickte den Kurs auf Talfahrt.
Rückzug von zwei Handelsplätzen
Almonty war bislang sowohl in Toronto als auch in Sydney notiert, zusätzlich zum Haupthandel. Mit dem Delisting von TSX und ASX verlieren Anleger in Kanada und Australien einen direkten Zugang zum Papier über diese beiden Börsen und müssen künftig auf andere Handelsplätze ausweichen. Der Schritt löste im Handel unmittelbar eine deutlich negative Reaktion aus.
Charttechnik zeigt überverkaufte Lage
Am Freitag schloss die Aktie bei 15,51 CAD, ein Minus von 4,96 Prozent gegenüber dem Vortag. Der Relative-Stärke-Index von 32,7 signalisiert eine überverkaufte Situation und deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck der vergangenen Handelstage möglicherweise übertrieben war. Für Anleger, die auf eine technische Gegenbewegung setzen, liefert dieser Wert zumindest ein erstes Argument, auch wenn charttechnische Signale allein keine Trendwende garantieren.
Die Volatilität rund um den Titel bleibt hoch, und die jüngste Kursschwäche reiht sich in eine Serie von Rückschlägen der vergangenen Wochen ein. Berichten zufolge kam es im Zuge der Delisting-Meldung zeitweise zu noch deutlicheren Kursausschlägen als am regulären Handelsplatz gemessen, was die Nervosität rund um den Titel unterstreicht.
Jahresbilanz bleibt deutlich positiv
Trotz des jüngsten Einbruchs steht die Almonty-Aktie seit Jahresbeginn noch immer mit einem Plus von 28,50 Prozent da. Das relativiert den aktuellen Kursrutsch etwas und zeigt, dass der Titel im laufenden Jahr zuvor eine deutlich stärkere Rally hinter sich hatte, von der ein erheblicher Teil nun wieder abgegeben wurde.
Für Anleger dürfte in den kommenden Tagen entscheidend sein, ob Almonty Details zu den Gründen und den praktischen Konsequenzen des Delistings nachliefert. Solange diese Fragen offenbleiben, dürfte die Volatilität rund um den Titel hoch bleiben. Die überverkaufte technische Verfassung einerseits und die ungeklärten Hintergründe des Börsenrückzugs andererseits sprechen für eine Phase erhöhter Unsicherheit, in der sich Käufer und Verkäufer erst neu positionieren müssen.
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