Die Vorbereitungen für die ersten kommerziellen Lieferungen biegen bei Almonty Industries auf die Zielgerade ein, während das Papier an den Märkten zuletzt unter Druck stand. Mit einem Kurs von 10,69 Euro verzeichnet die Aktie über die vergangenen 30 Tage ein Minus von 35 Prozent.
Auf Jahressicht verbleibt dennoch ein Kursplus von 35 Prozent seit Jahresanfang. Die Gesamtlage des Rohstoffunternehmens wird in dieser Phase von operativen Fortschritten in Südkorea und der Klärung administrativer Angelegenheiten geprägt.
Fortschritte am südkoreanischen Standort Sangdong
Im Mittelpunkt steht das Vorzeigeprojekt Sangdong. Vor rund zwei Wochen meldete das Unternehmen dort die erste Wolframproduktion, seither gab der Kurs um 1,7 Prozent nach. Für den Transport des Konzentrats ist die erste Schiffsladung für den 24. Oktober gebucht.
Zudem erteilte die staatliche Bergbau- und Rohstoffbehörde Korea Mine Rehabilitation and Mineral Resources Corp. laut Berichten der Korea Times das offizielle Inspektionszertifikat für die Verarbeitungs- und Zerkleinerungsanlagen. Damit sind die formalen Voraussetzungen für die Produktion und die Ausfuhr von Konzentrat erfüllt.
Wie CEO Lewis Black am 29. September in einem Aktionärsbrief darlegte, lief die Mühle am Standort im täglichen Betrieb für 13 Stunden, wobei eine Ausweitung auf 24 Stunden vorgesehen ist. Nach Angaben des Unternehmens lagern am Standort zudem Vorräte für rund 4,6 Monate auf Halde, während die zweite Ausbauphase bereits begonnen hat.
Prüferwechsel und rechtliche Bereinigung
Parallel zu den bergbaulichen Schritten hat das Unternehmen organisatorische Weichen gestellt. Am 29. September berief Almonty die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers LLP zum neuen unabhängigen Abschlussprüfer.
In einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC stellte die Gesellschaft klar, dass dieser Schritt nach dem Rücktritt von Zeifmans LLP erfolgte. Der Wechsel gehe nicht auf Meinungsverschiedenheiten über Bilanzierung, Offenlegungen oder den Prüfungsrahmen zurück.
Darüber hinaus meldete das Unternehmen am 2. Oktober eine Einigung mit Pure Tungsten. Im Rahmen des rechtlichen Vergleichs veröffentlichte Pure Tungsten eine Richtigstellung, die bestätigt, dass Tiger Kim zu keinem Zeitpunkt eine Führungs- oder Direktorenrolle bei Almonty innehatte.
Seine Tätigkeit als Auftragnehmer endete laut Almonty bereits am 31. Dezember 2015. Damit schließt die Unternehmensführung eine juristische Baustelle ab, während sich der operative Fokus auf den anstehenden Export richtet.
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