Almonty Aktie: GTP-Vertrag auf 21 Jahre verlängert

Symbolbild, KI-generiert

Almonty erweitert Lieferbindungen, erschließt Wolframressourcen in Ruanda und bündelt seine Börsenpräsenz nach Rückzug aus Toronto und Australien.

Auf einen Blick:
  • GTP-Vertrag auf 21 Jahre verlängert
  • Vertragsmengen um 40 Prozent erhöht
  • Gemeinschaftsunternehmen in Ruanda gegründet
  • Notierungen in Toronto und Australien beendet

Almonty richtet seine operative Basis und die weltweiten Absatzwege im Wolframsektor strategisch aus. Der Bergbaukonzern verknüpft den Ausbau langfristiger Abnahmeverträge mit der Erschließung neuer Förderrechte und einer Verschlankung der Kapitalmarktpräsenz. Im Handel schloss die Aktie am Freitag bei 12,07 Euro, womit das Papier seit Jahresanfang ein Plus von 52 Prozent aufweist.

Langfristige Lieferverträge mit Großabnehmern

Bereits am 14. Juli erweiterte das Unternehmen seine Partnerschaft mit Global Tungsten & Powders LLC (GTP). Die Laufzeit des Abnahmevertrags wurde ab dem Tag der ersten Lieferung auf 21 Jahre ausgedehnt. Zudem stiegen die vertraglich vereinbarten Gesamtmengen um 40 Prozent auf 4.410.000 Einheiten.

Die langfristige Bindung sichert dem Konzern feste Abnahmekontingente für die künftige Produktion. Gleichzeitig spiegelt die Vereinbarung das Bestreben industrieller Abnehmer wider, sich den Zugang zu kritischen Technologiemetallen außerhalb dominanter Lieferländer dauerhaft zu sichern.

Ergänzend dazu trat am vergangenen Freitag eine Vereinbarung über Wolframkonzentrat mit der Wolfram Bergbau und Hütten AG in Kraft, einer Tochtergesellschaft der Sandvik-Gruppe. Der Kontrakt regelt die Wiederaufbereitung vorhandener Halden der Mine Los Santos im Westen Spaniens. Die Vereinbarung umfasst ein Mindestvolumen von rund 1.720 Tonnen enthaltenem Wolframtrioxid und beinhaltet eine bedingte Vorauszahlung von 3,0 Millionen Dollar.

Expansion in Afrika und veränderte Börsenpräsenz

Durch eine bindende Vereinbarung mit der Regierung von Ruanda entstand ein Gemeinschaftsunternehmen. Almonty hält 75 Prozent an der Almonty Rwanda Pty Ltd, während Ruanda im Gegenzug für Schürfrechte an der Lagerstätte Shyorongi einen Anteil von 25 Prozent übernahm.

Das Abkommen umfasst neben der Exploration auch eine Lizenz zur Mineralverarbeitung im Distrikt Rulindo. Die Partnerschaft gestattet es dem Gemeinschaftsunternehmen, Roherz, Vorkonzentrate und Haldenmaterial von lokalen Produzenten zu erwerben und aufzubereiten. Bis zur Fertigstellung einer eigenen Verarbeitungsanlage ist der Export des Materials geplant.

Parallel zu den operativen Schritten veränderte sich die Kapitalstruktur. Vor rund einem Monat beschloss das Führungsgremium ein Aktienrückkaufprogramm für bis zu 14.400.000 Stammaktien. Dieses Vorhaben sieht über eine Laufzeit von drei Jahren ein Gesamtvolumen von bis zu 300.000.000 US-Dollar vor.

Flankiert wird dieser Schritt von einer Konzentration der Handelsplätze. Nach dem Delisting von der Toronto Stock Exchange zum Handelsschluss des 31. Juli endete vor gut drei Wochen auch die Notierung an der australischen Wertpapierbörse ASX.

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