Almonty bekommt an diesem Mittwoch eine Bühne, die zur Lage der Aktie passt: viel Aufmerksamkeit, viele offene operative Punkte. CEO Lewis Black soll beim International Investment Forum live vor Investoren sprechen. Der Termin um 16 Uhr Frankfurter Zeit, beziehungsweise 10 Uhr in New York, rückt den Wolfram- und Critical-Minerals-Case erneut ins Schaufenster.
Die Aktie reagiert freundlich, aber nicht euphorisch. In Toronto liegt Almonty bei 24,12 CAD und damit 1,82 Prozent im Plus. Der Kursgewinn trifft auf einen Chart, der zuletzt deutlich abgekühlt ist.
Der Rücksetzer bleibt trotzdem nur ein Ausschnitt. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 24,39 Prozent, seit Jahresanfang liegt die Aktie aber noch 100,50 Prozent vorn. Über zwölf Monate summiert sich der Anstieg sogar auf 553,66 Prozent.
Investorenauftritt statt neuer Zahlen
Wichtig ist die Einordnung des Termins. Der Auftritt ist keine Ergebnisveröffentlichung und kein angekündigtes operatives Update. Der unmittelbare Nachrichtenwert liegt in der direkten Management-Kommunikation samt Live-Fragerunde.
Das Forum bringt Unternehmen mit Analysten, Portfoliomanagern, Family Offices, institutionellen Investoren und Privatanlegern zusammen. Das aktuelle Programm umfasst 20 Unternehmen, die Veranstaltung läuft digital über Zoom und findet auf Englisch statt. Für eine Aktie mit hoher Schwankung reicht das als Anlass, um Fragen zur Umsetzung wieder nach vorne zu schieben.
Nach der Aktienzusammenlegung im Sommer 2025 ist der Kapitalmarktauftritt zudem klarer strukturiert. Almonty verweist inzwischen auf Handelsplätze in den USA, Kanada, Australien und Frankfurt. Das erweitert die Reichweite, erhöht aber auch den Druck, Fortschritte sauber zu erklären.
Quartalszahlen setzen den Rahmen
Die jüngsten Zahlen liefern den inhaltlichen Hintergrund. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar. Treiber waren ein deutlich höherer Spotpreis für Wolfram-APT und die laufende Produktion in der Panasqueira-Mine.
Auch die Cashflow-Seite sah besser aus. Der operative Cashflow lag bei 9,7 Millionen Dollar, nach einem negativen Wert von 4,4 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBITDA drehte auf 6,1 Millionen Dollar ins Plus.
Unter dem Strich blieb Almonty dennoch in der Verlustzone. Der Nettoverlust verringerte sich auf 5,3 Millionen Dollar, nach 34,6 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Belastet wurde das Ergebnis durch nicht zahlungswirksame Bewertungsverluste im Zusammenhang mit eingebetteten Derivaten und Warrants.
Die Bilanz gibt dem Unternehmen Spielraum. Zum Quartalsende lagen die Barmittel bei 259,9 Millionen Dollar, das Working Capital betrug 169,5 Millionen Dollar. Für ein Minenunternehmen in der Hochlaufphase ist diese Liquidität ein zentraler Puffer.
Sangdong bleibt der Prüfstein
Operativ dreht sich vieles um Sangdong in Südkorea. Almonty hatte im März die formelle Inbetriebnahmezeremonie für die Wolframmine in der Provinz Gangwon abgehalten. Damit ging das Projekt von der Entwicklungsphase in Richtung kommerzieller Betrieb.
Das macht den heutigen Auftritt relevanter als einen normalen Konferenztermin. Der Markt will wissen, wie belastbar der Hochlauf ist, welchen Beitrag Panasqueira weiter liefert und wie stark die höheren Wolframpreise tatsächlich in freie Mittelzuflüsse übersetzt werden.
Der Kern ist klar: Almonty hat im Quartal operative Fortschritte gezeigt, aber noch keinen Gewinn ausgewiesen. Wenn CEO Lewis Black heute konkrete Aussagen zu Sangdong, Cashflow-Umsetzung und Preisumfeld liefert, dürfte genau dort die Kursreaktion ansetzen.
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