Ein Kursziel, das mehr als das Doppelte des aktuellen Aktienkurses verspricht — so etwas liest man selten. Sphene Capital traut Almonty genau das zu und hebt das Kursziel auf 38,90 kanadische Dollar an, nach zuvor 37,40 kanadischen Dollar. Ausgehend vom Schlusskurs von 19,25 kanadischen Dollar entspricht das einem Aufwärtspotenzial von gut 102 Prozent.
Warum das Kursziel steigt
Der Auslöser liegt in einem nachgeschärften Liefervertrag. Almonty hat die seit 2018 bestehende Abnahmevereinbarung mit Global Tungsten & Powders (GTP), einer Tochter der österreichischen Plansee Group, deutlich erweitert. Der Vertrag deckt künftig rund 90 Prozent der Wolframkonzentrat-Produktion aus Phase I der Sangdong-Mine ab und läuft nun 21 statt 15 Jahre — bis in die späten 2040er-Jahre.
Parallel dazu wächst das gebundene Liefervolumen um 40 Prozent auf 4,41 Millionen MTU. Sobald die Mine ihre volle Kapazität erreicht, entspricht das einer jährlichen Mindestabnahme von 210.000 MTU. Besonders ins Gewicht fällt aus Sicht von Sphene Capital die neu verhandelte Preisformel: Der realisierbare Verkaufspreis steigt für alle Vertragsvolumina im Schnitt um 6,3 Prozent, was beim aktuellen APT-Preisniveau laut Unternehmensangaben mindestens 30 Millionen Dollar Mehrerlös pro Jahr bedeutet — über die gesamte Laufzeit summiert sich das auf rund 630 Millionen Dollar.
Wolfram als geopolitischer Hebel
Die Vertragsverlängerung fällt unmittelbar mit dem Produktionsstart in Sangdong zusammen und verbessert die Sichtbarkeit künftiger Cashflows spürbar. GTP zählt zu den führenden nordamerikanischen Herstellern von Wolframpulver und beliefert unter anderem die US-Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie. Angesichts chinesischer Exportbeschränkungen und eines strukturell engen Wolframmarktes sichert sich GTP damit langfristigen Zugang zu einem Rohstoff, der außerhalb Chinas produziert wird.
Bemerkenswert ist, dass der Vertrag ausschließlich Phase I abdeckt. Die geplante Phase II, die die Verarbeitungskapazität der Mine annähernd verdoppeln soll, ist ebenso wenig eingeschlossen wie die Produktion aus Almontys übrigen Minen in Panasqueira, Gentung und Los Santos sowie dem Entwicklungsprojekt Valtreixal. Ein erheblicher Teil künftiger Volumina bleibt damit für spätere Vermarktung frei — möglicherweise zu noch attraktiveren Konditionen als heute.
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