Bei Almonty Industries verdichten sich die Ereignisse. Innerhalb von nur zwei Wochen stehen ein Wechsel im Finanzressort, wichtige Fristen und die Hauptversammlung an. Der Wolfram-Produzent muss nun beweisen, dass der operative Hochlauf in Südkorea auch die Bilanz dauerhaft trägt.
Wechsel an der Finanzspitze
Am 1. Juni übernimmt Jorge Beristain den Posten des Chief Financial Officers. Er soll die nächste Phase der kommerziellen Expansion steuern. Wenig später, am 9. Juni, lädt das Management zur Hauptversammlung nach Toronto.
Aktionäre stimmen dort unter anderem über die Zusammensetzung des siebenköpfigen Verwaltungsrats ab. Wer sein Stimmrecht per Vollmacht ausüben will, muss die Frist am 5. Juni wahren.
Sangdong liefert erste Ergebnisse
Operativ hat sich das Bild zuletzt deutlich aufgehellt. Im ersten Quartal erwirtschaftete Almonty einen operativen Cashflow von 9,7 Millionen Kanadischen Dollar. Im Vorjahr stand hier noch ein Millionenverlust. Zeitgleich kletterte der Umsatz auf einen Rekordwert von gut 25 Millionen Dollar.
Das finanzielle Polster ist komfortabel. Zum Quartalsende lagen die liquiden Mittel bei knapp 260 Millionen Dollar. Diese Reserven stützen den laufenden Betrieb der Sangdong-Mine in Südkorea. Die Anlage der ersten Phase ist in Betrieb und liefert jährlich rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat.
Eine geplante Erweiterung soll die Kapazität ab 2027 verdoppeln. Parallel dazu rückt das US-Projekt Gentung in Montana in den Fokus, das in der zweiten Jahreshälfte produktionsbereit sein könnte.
Rückenwind vom Weltmarkt
Das Marktumfeld spielt dem Unternehmen in die Karten. Wolframpreise erreichten Anfang des Jahres historische Höchststände. Knappe Lagerbestände und eine robuste industrielle Nachfrage treiben die Notierungen.
Hinzu kommen geopolitische Faktoren. Seit Februar 2025 reguliert Peking ausgewählte Wolfram-Exporte strenger. Diese Maßnahme wertet westliche Produktionskapazitäten strategisch massiv auf.
Die Börse honoriert diese Entwicklung. Zuletzt schloss das Papier in Toronto bei 26,91 Dollar und machte damit einen Teil der jüngsten Kursverluste wett. Mit dem anstehenden Führungswechsel und der Hauptversammlung am 9. Juni rückt nun die operative Umsetzung in den Mittelpunkt. Almonty muss zeigen, dass das starke Auftaktquartal keine Eintagsfliege war.
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