Almonty Industries hat seinen Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders (GTP) kräftig ausgebaut. Das vereinbarte Volumen steigt um 40 Prozent, die Laufzeit verlängert sich auf über 20 Jahre. Parallel dazu ist die Produktion in der südkoreanischen Sangdong-Mine angelaufen. Für Anleger markiert die Kombination aus operativem Start und erweitertem Absatzvertrag einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen, das sich als Wolfram-Produzenten außerhalb Chinas positioniert.
Erweiterter Vertrag mit klarer Umsatzperspektive
Der erweiterte Vertrag mit GTP verschafft Almonty nach eigenen Angaben ein künftiges Erlöspotenzial von fast 500 Millionen US-Dollar. Über eine Laufzeit von mehr als zwei Jahrzehnten sichert das Abkommen dem Unternehmen einen verlässlichen Absatzkanal für seine Wolframkonzentrate. Gerade weil die Sangdong-Mine erst jetzt in die Produktionsphase eingetreten ist, kommt der langfristigen Abnahmezusage besondere Bedeutung zu: Sie gibt Almonty Planungssicherheit für den Hochlauf der Förderung und signalisiert dem Markt, dass die Nachfrageseite für die kommenden Jahre gesichert ist.
Die Ausweitung um 40 Prozent Volumen fällt in eine Phase, in der westliche Abnehmer verstärkt nach Bezugsquellen außerhalb Chinas suchen. Wolfram gilt als kritischer Rohstoff für Hartmetalle, Elektronik und Verteidigungsanwendungen, und China kontrolliert traditionell den größten Teil der globalen Förderung und Verarbeitung. Almonty wird in diesem Zusammenhang als eines der wenigen Unternehmen genannt, das mit Sangdong eine großvolumige Wolframquelle außerhalb chinesischer Kontrolle in Betrieb nimmt. Diese Positionierung dürfte auch der Hintergrund dafür sein, dass GTP sein Engagement bei Almonty gerade jetzt verlängert und ausgebaut hat, statt es nur fortzuschreiben.
Sangdong als Kern des Geschäftsmodells
Mit dem Produktionsstart in Sangdong verschiebt sich der Fokus für Almonty von der Bau- und Genehmigungsphase auf die operative Umsetzung. Die Mine bildet das Kernstück der Unternehmensstrategie, mit der Almonty seine Position als Anbieter von Wolframkonzentraten außerhalb Chinas ausbauen will. Der erweiterte GTP-Vertrag liefert dafür die kommerzielle Grundlage, da er die künftige Förderung über einen langen Zeitraum absetzen soll.
Ergänzend wird im Zusammenhang mit Almontys Lagerstätten auf die sogenannte Gentung-Lagerstätte verwiesen, die mit 6,83 Millionen Tonnen bei einem Gehalt von 0,315 Prozent Wolframoxid (WO3) als Vergleichsmaßstab für die Qualität von Wolframvorkommen dient. Als Referenzpunkt wird dabei das Pioneer-Areal von Red Mountain Mining in Montana angeführt, das Spitzenwerte von bis zu 0,32 Prozent Wolframoxid aufweist und damit in eine ähnliche Größenordnung wie die Gentung-Lagerstätte fällt. Solche Vergleiche unterstreichen, dass Almontys Vorkommen zu den gehaltvolleren Wolframlagerstätten außerhalb Chinas zählen.
Einordnung für Anleger
Die Kombination aus Produktionsstart und ausgeweitetem Langfristvertrag verändert das Risikoprofil von Almonty spürbar: Aus einem reinen Entwicklungsprojekt wird ein Unternehmen mit laufender Förderung und einer vertraglich abgesicherten Abnahmeseite. Das Erlöspotenzial von knapp 500 Millionen US-Dollar aus dem GTP-Vertrag gibt eine grobe Größenordnung dafür, welchen Stellenwert Sangdong für die künftige Umsatzentwicklung des Unternehmens einnehmen könnte. Wie schnell sich dieses Potenzial in tatsächliche Zahlungsströme übersetzt, hängt nun maßgeblich davon ab, wie zügig die Produktion in Sangdong hochgefahren wird und ob die vereinbarten Liefermengen tatsächlich erreicht werden.
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