Ein Nettoverlust von 5,3 Millionen Dollar — und trotzdem feiern Anleger die Quartalszahlen. Bei Almonty Industries erklärt sich dieser Widerspruch durch ein buchhalterisches Phänomen, das paradoxerweise aus dem eigenen Kursanstieg entsteht.
Wenn der Aktienkurs zum Buchverlust führt
Der Wolfram-Förderer erzielte im ersten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 25,4 Millionen Dollar. Der ausgewiesene Nettoverlust täuscht: Er enthält 8,4 Millionen Dollar an nicht zahlungswirksamen Neubewertungseffekten. Davon entfallen 6,4 Millionen Dollar auf eingebettete Derivatverbindlichkeiten und 2,0 Millionen Dollar auf Optionsscheinverbindlichkeiten.
Der Grund liegt in IFRS-Vorschriften. Steigt der Aktienkurs, müssen wandelbare Instrumente höher bewertet werden — das belastet die Gewinn-und-Verlust-Rechnung, ohne einen Cent Liquidität zu kosten. Der Kurs kletterte von 12,07 Dollar Ende 2024 auf 20,24 Dollar zum Quartalsende.
Bereinigt um diese Effekte dreht das operative Ergebnis ins Positive. Das bereinigte EBITDA erreichte 6,1 Millionen Dollar — nach minus 2,4 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.
Operativer Wendepunkt beim Cashflow
Das stärkste Signal kommt aus dem Cashflow. Im ersten Quartal erwirtschaftete Almonty 9,7 Millionen Dollar aus dem laufenden Betrieb. Ein Jahr zuvor verbrannte das Unternehmen noch 4,4 Millionen Dollar.
Hinter diesem Schwenk stehen höhere Wolframpreise und eine gesteigerte Produktion in der Panasqueira-Mine in Portugal. Hinzu kommt die schrittweise Aufnahme des Betriebs im südkoreanischen Sangdong-Projekt. Die formelle Inbetriebnahme fand am 17. März 2026 statt.
Sangdong ist das strategische Herzstück. Bei voller Kapazität soll die Mine rund 40 Prozent der weltweiten Wolframproduktion außerhalb Chinas abdecken. Wolfram ist ein Schlüsselrohstoff für Rüstungsanwendungen — Panzerungen und Munition. Das macht Almonty für westliche Verteidigungslieferketten interessant.
Hauptsitz zieht nach Montana
Das Unternehmen verlagert seinen Firmensitz von Toronto nach Dillon, Montana. Der Schritt soll die Nähe zu nordamerikanischen Verteidigungs- und Industriepartnern stärken. Wolfram aus gesicherten, nicht-chinesischen Quellen gewinnt geopolitisch an Bedeutung.
Zum 1. Juni 2026 übernimmt Jorge Beristain das Amt des Finanzvorstands. Er soll die nächste Phase der kommerziellen Expansion begleiten.
CEO Lewis Black präsentiert am Mittwoch, 13. Mai, auf der BofA Securities Global Metals, Mining & Steel Conference in Miami. Tags darauf folgt ein Auftritt beim Critical Minerals Forum. Die Kassenposition von 259,9 Millionen Dollar und ein Working Capital von 169,5 Millionen Dollar geben dem Management dabei soliden Rückenwind.
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