Allianz Aktie: Olympia-Arena und Insolvenzwelle

Symbolbild, KI-generiert

Allianz Trade prognostiziert für 2026 und 2027 jeweils 25.900 Firmeninsolvenzen; zugleich erhält eine Wettkampfstätte in Long Beach den Allianz-Namen.

Auf einen Blick:
  • Allianz-Arena für LA28 in Long Beach
  • Wettkampfstätte fasst fast 15.000 Zuschauer
  • Allianz Trade erwartet 25.900 Pleiten jährlich
  • Für 2028 prognostiziert Allianz Trade weniger Insolvenzen

Zwei Nachrichten, zwei Seiten des Konzerns: Die Allianz sichert sich bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles eine Bühne. Ihre Kreditversicherungstochter warnt derweil vor anhaltend hohen Firmenpleiten in Deutschland.

Namensgeber in Long Beach

Bei den Spielen LA28 trägt erstmals eine olympische Wettkampfstätte den Namen Allianz. Die temporäre Allianz Beach Arena an der Uferpromenade von Long Beach fasst fast 15.000 Zuschauer. Dort laufen das olympische Beachvolleyballturnier und das paralympische Blindenfußballturnier. Der erste Wettkampftag ist der 15. Juli 2028.

Die Arena wird das achte Mitglied der Allianz-Stadionfamilie, zu der unter anderem die Allianz Arena in München, das Allianz Stadium in Turin und das Allianz Field in St. Paul gehören. Die Spielstätten empfangen zusammen rund zehn Millionen Besucher im Jahr. LA28 vergibt erstmals überhaupt Namensrechte für Wettkampfstätten.

Für den Konzern geht es um Markenpräsenz. Eike Bürgel, Verantwortlicher für das Olympia-Programm, nennt die Arena eine Möglichkeit, die Marke näher zu den Fans zu bringen. Die Allianz ist seit 2021 weltweiter Partner der Spiele und hat sich bis 2032 verpflichtet. Zudem stellt sie ein eigenes „Custom A“-Emblem für LA28 vor, inspiriert von ihren Stadien.

Allianz Trade rechnet mit hohem Niveau

Weniger glanzvoll fällt die Prognose der Tochter Allianz Trade aus. Der Kreditversicherer erwartet in Deutschland sowohl 2026 als auch 2027 jeweils 25.900 Unternehmensinsolvenzen. So viele Fälle gab es zuletzt 2013, am Ende der europäischen Schuldenkrise.

Deutschland-Chef Milo Bogaerts sieht keine Entspannung. Er verweist auf den schwelenden Iran-Krieg, die schwache Konjunktur, fehlende Fachkräfte und hohe Betriebskosten. Besonders betroffen seien Transport und Logistik, Bau, Gastgewerbe sowie die Auto- und Maschinenbaubranche.

Die Entwicklung hat eine längere Vorgeschichte. 2025 zählte das Statistische Bundesamt 24.064 Fälle, im ersten Halbjahr 2026 stieg die Zahl um 6,7 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet Allianz Trade mit einem Plus von acht Prozent.

Erst 2028 soll sich das Bild drehen. Der Kreditversicherer erwartet dann einen Rückgang um fünf Prozent auf 24.600 Fälle, weil die Konjunkturmaßnahmen der Regierung stärker greifen könnten. Der nächste konkrete Termin für den Konzern selbst ist die Zwischenberichterstattung am 12. November.

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