Die Kassen der Allianz füllen sich. Das operative Ergebnis erreicht Rekordwerte. Der Aktienmarkt belohnt diese Stärke. Für die Kunden des Versicherungsgiganten sieht die Welt deutlich düsterer aus. Geldsorgen treiben die Menschen weltweit massiv um.
Der neue „Allianz 3am Report“ zeichnet ein klares Bild. Finanzen und Gesundheit sind für 48 Prozent der Menschen die größten Sorgen. Besonders die explodierenden Lebenshaltungskosten belasten die Budgets schwer. Um gegenzusteuern, startet der Konzern nun eine eigene Lernplattform. Die „Allianz School For Life“ soll dringend benötigtes Finanzwissen vermitteln.
Auf Rekordkurs
Finanziell läuft es für den Versicherer hervorragend. Im ersten Quartal stieg das operative Ergebnis auf knapp 4,5 Milliarden Euro. Ein absoluter Rekordwert für einen Jahresauftakt. Damit hält der Vorstand unbeeindruckt Kurs auf das gesteckte Jahresziel. Für das Gesamtjahr peilt das Management rund 17,4 Milliarden Euro operativen Gewinn an.
Parallel dazu fließt reichlich Kapital an die Aktionäre zurück. Der Konzern treibt das laufende Aktienrückkaufprogramm aggressiv voran. Mittlerweile hat die Allianz fast vier Millionen Papiere erworben. Die Folge: ein starker Rückhalt für den Aktienkurs. Auch im globalen Vergleich behauptet sich der Münchner Konzern souverän in der Spitzenklasse. Ein Jahresvolumen von umgerechnet knapp 200 Milliarden US-Dollar sichert eine dominante Marktposition.
Aktie im Höhenflug
Die starke Geschäftsentwicklung treibt den Börsenwert. Erst gestern markierte die Aktie bei 423,90 Euro ein frisches 52-Wochen-Hoch. Heute nehmen Investoren nach dem jüngsten Lauf leichte Gewinne mit. Der Kurs gibt am Mittwochmittag auf 415,80 Euro nach.
Trotz des heutigen kleinen Rücksetzers bleibt der Aufwärtstrend völlig intakt. Auf Sicht von einem Jahr steht ein sattes Plus von über 18 Prozent auf der Anzeigetafel. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 66 weiterhin ein starkes Momentum.
Für die kommenden Monate erwarten Analysten eine Normalisierung der Preise im Schaden- und Unfallgeschäft. Kleinere Wettbewerber dürfte dieser Wandel hart treffen. Die Allianz profitiert hingegen von ihrer enormen Datenbasis und der globalen Streuung. Eine abschwächende Preisdynamik federt der Branchenriese so deutlich leichter ab.
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