Die Nachricht kam überraschend und sorgt für Bewegung. Alibaba will seine Chipsparte T-Head an die Börse bringen. Die Reaktion der Anleger ließ nicht lange auf sich warten. Die US-notierten Aktien legten vorbörslich um satte 4,6 % zu.
Der Plan sieht zunächst eine Umstrukturierung vor. T-Head soll dabei teilweise in Mitarbeiterhand übergehen, bevor es dann zum eigentlichen Börsengang kommt. Wann genau dieser stattfinden soll, bleibt allerdings noch unklar. Auch zur möglichen Bewertung der Einheit gibt es bislang keine konkreten Zahlen.
T-Head Semiconductor wurde 2018 gegründet und ist zu 100 % im Besitz von Alibaba. Die Sparte entwickelt eine breite Palette an Prozessoren, von Rechenzentrum- und KI-Chips bis hin zu Produkten für das Internet der Dinge. Erst im November hatte Alibaba ein großes Upgrade seines KI-Chatbots vorgestellt, basierend auf dem fortschrittlichen Qwen-Sprachmodell.
Der Chip-Spin-off könnte Wert freisetzen
Was Alibaba hier plant, macht durchaus Sinn. Die Abspaltung von T-Head könnte erheblichen Wert freilegen, der im Konzern bislang verborgen blieb. Gerade im aktuellen KI-Boom sind Chipentwickler gefragt wie selten zuvor. Eine eigenständige Bewertung dürfte dem Geschäft gut zu Gesicht stehen.
Allerdings steckt der Prozess noch in den Kinderschuhen. Details zur Bewertung fehlen komplett, und auch der Zeitplan bleibt nebulös. Anleger sollten sich darauf einstellen, dass bis zum tatsächlichen Börsengang noch einige Zeit vergehen kann. Die positive Kursreaktion zeigt aber, dass der Markt das Potenzial durchaus erkennt.
Für Alibaba könnte dieser Schritt ein wichtiger Baustein in der Strategie werden, sich breiter aufzustellen und einzelne Geschäftsbereiche stärker in den Fokus zu rücken. Ob sich daraus wirklich ein Kurstreiber entwickelt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
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