Alibaba dreht kräftig an der Preisschraube und lässt seine Kunden für KI-Dienste deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für KI-Computing und Speicherlösungen steigen um bis zu 34 Prozent, wie Bloomberg berichtet. Gleichzeitig bringt der chinesische Tech-Riese mit Wukong eine neue KI-Plattform für Unternehmen an den Start. Die Aktie reagiert prompt und legt am Mittwoch in Hongkong um 3,2 Prozent zu.
Die Preiserhöhungen betreffen vor allem die hauseigenen T-Head AI-Chips wie den Zhenwu 810E, die künftig zwischen 5 und 34 Prozent teurer werden. Auch der Cloud-Speicherdienst Cloud Parallel File Storage kostet ab sofort 30 Prozent mehr. Alibaba begründet den Schritt mit der starken Nachfrage und gestiegenen Infrastrukturkosten. Offenbar sieht das Management genug Spielraum, um die Margen zu verbessern, ohne Kunden zu verlieren.
Alibaba Group Holding Limited Aktie Chart
Wukong soll im Enterprise-Markt punkten
Parallel dazu hat Alibaba die neue KI-Plattform Wukong vorgestellt, die sich gezielt an Unternehmenskunden richtet. Die Plattform kann mehrere KI-Agenten koordinieren und Aufgaben wie Dokumentenbearbeitung, Tabellenkalkulation oder Meeting-Transkriptionen automatisieren. Aktuell läuft eine Beta-Phase nur auf Einladung. Wukong ist das Flaggschiff der neu geschaffenen Alibaba Token Hub Unit und soll über die Kollaborationsplattform DingTalk sowie künftig auch über Slack, Microsoft Teams und WeChat verfügbar sein.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. In China tobt gerade ein harter Kampf um die Vorherrschaft im KI-Markt. Konkurrenten wie ByteDance, Baidu und DeepSeek setzen Alibaba massiv unter Druck. Erst im vergangenen Monat kündigte Alibaba an, rund 3 Milliarden Yuan in eine Werbekampagne für sein KI-Modell Qwen zu stecken. Die Preiserhöhungen zeigen jedoch, dass Alibaba nicht nur auf Marktanteile schielt, sondern auch auf Profitabilität setzt. Anleger scheinen das zu honorieren.
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