Alibaba und China Telecom haben am Dienstag den Start eines Rechenzentrums im Süden Chinas bekanntgegeben. Die Besonderheit: Die Anlage setzt auf 10.000 Zhenwu-Halbleiter aus Alibabas eigener Entwicklung. Diese Chips sind speziell für KI-Training und Inferencing konzipiert, wie die South China Morning Post berichtet. Das Rechenzentrum soll demnach in der Lage sein, KI-Modelle mit hunderten Milliarden Parametern zu verarbeiten.
Ein beachtlicher Schritt.
Antwort auf US-Sanktionen
Der Zhenwu-Cluster ist das jüngste Zeichen dafür, dass China massiv auf heimische Infrastruktur setzt, um im KI-Rennen gegen US-Rivalen wie Meta, Microsoft und Elon Musks xAI mitzuhalten. Alibaba, einer der größten Tech-Konzerne des Landes, entwickelt die Chips über seine T-head-Einheit. Zugleich gehört das Unternehmen aus Hangzhou zu den führenden Cloud-Computing-Anbietern in China.
Alibaba Group Holding Limited Aktie Chart
Der Hintergrund ist bekannt: Die USA haben den Zugang zu Schlüsseltechnologien wie Nvidias KI-Chips massiv eingeschränkt. China reagiert nun mit eigenen Lösungen. Ob die Zhenwu-Chips technisch mit Nvidia mithalten können, bleibt offen. Dass China aber entschlossen ist, sich unabhängig zu machen, zeigt diese Ankündigung deutlich.
Wettrüsten ohne Sieger?
Für Anleger stellt sich die Frage, wie weit China mit dieser Strategie kommt. Einerseits hat das Land enorme Ressourcen und politischen Willen. Andererseits fehlt der Zugang zu modernster westlicher Technologie. Alibaba positioniert sich jedenfalls als einer der Vorreiter in diesem Rennen. Wie sich das auf die Aktie auswirkt, hängt wohl davon ab, ob die eigenen Chips tatsächlich liefern, was versprochen wird.
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