Donnerstag, und Alcoa legt rund 3 Prozent zu. Der Auslöser: Morgan Stanley hat die Aktie des Aluminiumherstellers von Equal Weight auf Overweight hochgestuft und das Kursziel von 64 auf 80 Dollar angehoben. Das ist kein kleines Upgrade, das ist ein Meinungswechsel.
Analyst Carlos de Alba begründet das mit einer Entwicklung, die viele wohl noch nicht vollständig auf dem Schirm haben. Im Nahen Osten, der rund 9 Prozent der globalen Aluminiumproduktion liefert und davon 70 Prozent exportiert, laufen die Schmelzanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht mehr rund. Betroffen sind Kapazitäten von annähernd 3 Millionen Tonnen, was etwa 4 Prozent des weltweiten Angebots entspricht. Dazu kommt: Die Störung greift nun auch auf die Vorproduktion über, demnach sind rund 3 Millionen Tonnen Aluminiumoxid potenziell betroffen.
Alcoa Corporation Aktie Chart
Die Zahlen dahinter sind beachtlich
De Alba hat seine Preisannahmen für Alcoas Aluminiumsparte entsprechend nach oben geschraubt, um 13 Prozent für 2026 und mehr als 20 Prozent für 2027. Weil Alcoas Schmelzer vergleichsweise hohe Kosten haben, schlägt ein höherer Aluminiumpreis überproportional auf das Ergebnis durch. Das EBITDA soll demnach 2026 um 41 Prozent und 2027 um 60 Prozent steigen, der Gewinn je Aktie sogar um 52 beziehungsweise 88 Prozent.
Für 2026 und 2027 rechnet de Alba mit Free-Cash-Flow-Renditen von 8,2 und 10 Prozent. Das würde Alcoa in die Lage versetzen, die Nettoverschuldung deutlich unter das eigene Ziel von 1,5 Milliarden Dollar zu drücken, mit Spielraum für höhere Dividenden oder Aktienrückkäufe.
Was die anderen sagen
Morgan Stanley ist nun nicht allein. Das durchschnittliche Analystenvotum liegt laut FactSet ohnehin bei Overweight, das mittlere Kursziel bei 73,44 Dollar. De Alba liegt mit seinen 80 Dollar also über dem Konsens, aber nicht weit daneben.
Allerdings räumt er selbst ein, dass eine schwächere Nachfrage die positiven Angebotseffekte teilweise dämpfen könnte. Und die Bestätigung der Ausfallmengen durch das Unternehmen steht noch aus. Der Markt glaubt ihm trotzdem, zumindest heute.
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