Albemarle Aktie: 550–600 Millionen für Lithium-Lieferkette

Albemarle ordnet Finanzressort neu: Sheorey leitet interimistisch auch Rechnungswesen. Aktie verliert weiter an Wert.

Auf einen Blick:
  • Neue Leitung des Rechnungswesens
  • Aktie fällt um fünf Prozent
  • Monatsverlust von über 17 Prozent
  • Investitionen in Lithium-Lieferkette geplant

Albemarle ordnet seine Finanzführung neu. Finanzvorstand Neal R. Sheorey übernimmt ab sofort zusätzlich die Leitung des Rechnungswesens auf Interimsbasis. Der Schritt erfolgt in einer Phase, in der der Lithium-Riese mit deutlicher Kursvolatilität kämpft.

Suche nach dauerhafter Besetzung

Sheorey folgt auf Donald J. LaBauve Jr., der in den Ruhestand geht. Das Unternehmen sucht bereits nach einer dauerhaften Besetzung für die Position des Principal Accounting Officers. Das Management betont dabei die Bedeutung stabiler Kontrollprozesse für die Finanzberichterstattung.

Kurs unter Druck

Die Personalie trifft auf ein nervöses Marktumfeld. Am Freitag verlor die Aktie knapp fünf Prozent und schloss bei 135,55 Euro. Innerhalb eines Monats summieren sich die Verluste damit auf über 17 Prozent.

Trotz der jüngsten Korrektur bleibt die langfristige Tendenz positiv. Im Vergleich zum Vorjahr steht ein Plus von rund 164 Prozent zu Buche. Das Papier hält sich damit weiterhin über seinem langfristigen Durchschnitt.

Fokus auf die Lieferkette

Operativ hält der Konzern an seinen strategischen Zielen fest. Albemarle plant Investitionen zwischen 550 und 600 Millionen US-Dollar in die globale Lithium-Lieferkette. Diese Ausgaben sollen die Marktposition im Bereich der Spezialchemikalien langfristig absichern.

Für Marktteilnehmer rückt nun die technische Verfassung in den Vordergrund. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 30,7 nähert sich die Aktie dem überverkauften Bereich. Die Kursentwicklung der nächsten Tage wird zeigen, ob die Unterstützung am gleitenden Durchschnitt bei 122,00 Euro den Verkaufsdruck auffangen kann.

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